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BAUARBEITEN: Südumfahrung Küssnacht: Tunnelbau verzögert sich

Der Tunnelvortrieb für die Südumfahrung wird erst nächstes Jahr wieder aufgenommen. Dank geschickter Planung sollen sich die Auswirkungen auf den Eröffnungstermin in Grenzen halten.
Oberbauleiter Kurt Waber vor dem Nordportal der Südumfahrung Küssnacht. (Bild: Edith Meyer (6. Dezember 2017))

Oberbauleiter Kurt Waber vor dem Nordportal der Südumfahrung Küssnacht. (Bild: Edith Meyer (6. Dezember 2017))

Edith Meyer

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

Die Ausbrucharbeiten am Tunnel der Südumfahrung Küssnacht sind nach zwei unerwarteten Ereignissen weiterhin unterbrochen. Mitte Juli zwang ein Wassereintritt die Bauarbeiter, den Tunnelvortrieb vorübergehend einzustellen. Die Ausbrucharbeiten für den 500 Meter langen Tunnel Burg wurden von der Nord- auf die Südseite verlegt. Anfang September wurden die Arbeiten wieder aufgenommen, mussten aber am 20. September auf der Seite Räbmatt erneut gestoppt werden.

Über dem Vortrieb senkte sich eine Sandlinse, und es entstand im Erdboden ein acht Meter tiefes Loch mit einem Durchmesser von fünf Metern. Zwar hätten die beiden Vorfälle je­-weils unterschiedliche Ursachen, heisst es von Seiten des Baudepartements des Kantons Schwyz. Beiden gemeinsam seien jedoch die komplexen geologischen ­Bedingungen, die aufwendige Massnahmen und Spezialarbeiten zur Folge hätten.

Hälfte des bergmännischen Teils ist bewältigt

Nun sollen mit technischen Massnahmen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit der Tunnelvortrieb wieder aufgenommen werden kann. «Wenn alles gut geht und alle Bedingungen erfüllt sind, könnte das Mitte Februar sein», sagt Oberbauleiter Kurt Waber. Und: «Die Eröffnung der Umfahrungsstrasse erscheint weiterhin im Jahr 2019 möglich.» Bei der Südumfahrung wurde nämlich bereits die Hälfte des Ausbruchs des 348 Meter langen bergmännischen Teils des Tunnels Burg bewältigt.

Nun wird auf der Nordseite das vorhandene Grundwasser ­abgeleitet. Auf beiden Tunnelseiten wird zudem der Firstbereich mit Spezialbohrungen verfestigt, um lokale Instabilitäten auszuschliessen. Diese Arbeiten werden vermessungstechnisch und geologisch intensiv begleitet.

Wie sich der Unterbruch der Tunnelarbeiten auf den Zeitplan auswirken werde, lasse sich noch nicht abschliessend beantworten, so Waber. Die Wiederaufnahme der Ausbrucharbeiten hängt auch von der Verfügbarkeit der Firmen ab, welche die Spezialbohrungen ausführen. «Die Mineure beschäftigen sich bis dann mit Betonarbeiten.»

Um die Auswirkungen auf den Terminplan möglichst gering zu halten, wurden Arbeiten vorgezogen, die ursprünglich später vorgesehen waren. «Seit Ende Oktober wird am Lückenschluss gearbeitet. Der Tagbautunnel wird noch vor Weihnachten fertiggestellt», sagt Waber. Damit schliesse sich die Lücke in der Baugrube bei der Seebodenstrasse früher als geplant Ende Jahr. Dann wird die Betonverkleidung der bereits ausgebrochenen Tunnelhälfte zwischen der Seebodenstrasse und der Hofstrasse betoniert. Die Arbeiten erfolgen tagsüber und dauern bis Ende Februar. «Natürlich hätten wir gerne Ende Jahr den Durchschlag gehabt», sagt Waber. «Aber das ist höhere Gewalt.»

Der zweimalige Unterbruch der Tunnelarbeiten und die zusätzlichen Sicherungsmassnahmen führen zu Mehrkosten. Diese lassen sich laut dem Oberbauleiter aber noch nicht beziffern. Nach heutigem Kenntnisstand werde der bewilligte Kredit eingehalten. Für den Abschnitt 1 der Südumfahrung wurden für die Strasse 120 Millionen Franken veranschlagt.

Südumfahrung Küssnacht: Was geplant ist (Bild: Grafik aus dem Archiv (15. Mai 2017))

Südumfahrung Küssnacht: Was geplant ist (Bild: Grafik aus dem Archiv (15. Mai 2017))

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