BAUPROJEKT: Deal in Freienbach: Mehr öffentlicher Raum

Bei der Überbauung des umstrittenen Steinfabrikareals in Freienbach SZ will der Gemeinderat von den Bauvorschriften abweichen und ein höheres Gebäude zulassen. Im Gegenzug soll der Öffentlichkeit 8000 Quadratmeter mehr Freiraum am See zur Verfügung stehen.

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Der Plan des Steinfabrikareals in Freienbach. (Bild: PD)

Der Plan des Steinfabrikareals in Freienbach. (Bild: PD)

Es sei gerechtfertigt, zugunsten einer zusätzlichen Fläche für die Öffentlichkeit die Erhöhung der Gebäudehöhe um maximal drei Meter und der Firsthöhe um zwei Meter in Kauf zu nehmen, schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Es bestehe ein hohes öffentliches Interesse an zusätzlichen Freiflächen am Zürichsee für die Bevölkerung. Das Baureglement der Gemeinde sieht Abweichungen bei den Vorschriften vor, wenn damit wesentliche Vorteile erreicht würden. Eine höhere Ausnützungsziffer will der Gemeinderat nicht gewähren.

Der freie Landstreifen am See soll mit der Massnahme von 20 auf 50 Meter verbreitert werden. Er befindet sich in der Nähe zum Chilbiplatz.

Der Präsident der Korporation Pfäffikon, Unternehmer Ulrich K. Feusi, will auf dem rund 52'000 Quadratmeter grossen Steinfabrikareal eine Überbauung realisieren. Er reichte im Juni ein Gesuch um einen Vorentscheid zum Gestaltungsplan zur Vorprüfung ein.

2006 hatte das Stimmvolk einer Initiative für eine Umzonung des Areals in eine Parkanlage zugestimmt. Gegen die konkreten Umsetzungspläne gingen mehrmals Einsprachen ein und es kam zu Gerichtsverfahren. 2013 lehnten die Freienbacher schliesslich einen vom Gemeinderat vorgelegten Teilzonenplan ab, der lediglich die Umzonung eines Teils des Hafengebiets vorsah. (sda)