Beim Wandern nach Bartgeiern Ausschau halten

Um den aktuellen Bestand des Bartgeiers in der Schweiz abschätzen zu können, rufen die Schweizerische Vogelwarte Sempach und die Stiftung Pro Bartgeier Wanderer dazu auf, in den Alpen nach Bartgeiern Ausschau zu halten. Wer einen sichtet, soll ihn fotografieren.

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Madagaskar ist einer der jungen Bartgeier des Tierparks Goldau, die im Calfeisental ausgewildert wurden. (Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ)

Madagaskar ist einer der jungen Bartgeier des Tierparks Goldau, die im Calfeisental ausgewildert wurden. (Bild: Daniela Bellandi/Neue SZ)

Vom 8. bis am 16. Oktober 2011 finden im gesamten Alpenraum die 6. Internationalen Bartgeier-Beobachtungstage statt. Am 8. Oktober sind zahlreiche Freiwillige und Projektmitarbeiter unterwegs um von hoch gelegenen Aussichtspunkten Bartgeier zu erspähen. Aber auch interessierte Wanderer sollen in der kommenden Woche nach dem Alpenvogel Ausschau halten und Beobachtungen melden. Dabei sei es besonders hilfreich, wenn die Vögel fotografiert werden könnten, teilte die Vogelwarte Sempach am Donnerstag mit. Bartgeier könnten manchmal anhand individueller Merkmale erkannt werden.

Der Bartgeier ist mit knapp drei Metern Spannweite der grösste Vogel der Schweizer Alpenwelt. Er unterscheidet sich vom Steinadler durch den zugespitzten Schwanz und die schmalen und spitzen Flügel. Aus der Nähe sind der namensgebende Bart und der rote Augenring charakteristisch. Der majestätische Vogel wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Alpenraum ausgerottet. Dank eines internationalen Wiederansiedlungsprojekts ist er wieder in der Schweiz heimisch und zieht hier seit 2007 auch wieder erfolgreich seine Jungen auf.

Die Stiftung Pro Bartgeier wildert weiterhin Bartgeier aus, um die genetische Vielfalt der Population zu erhöhen. So wurden im Juni 2011 im St. Gallischen Calfeisental drei Jungvögel aus dem Tierpark Goldau in einer Felsnische ausgesetzt. Zur Zeit bewohnen rund 20 Paare den Alpenraum. In der Schweiz haben bisher vier Paare 13 Jungvögel ausgebrütet.

sda/zim