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BEINWIL: «Auf dem Horben gibt es keine Sorgen»

Alle zehn Jahre findet auf dem Freiämter Hausberg die Braunvieh-Ausstellung Horba statt. Rund ­ 200 Kühe und Rinder wurden dieses Mal begutachtet – bei strahlend schönem Herbstwetter.
Sabina Bügler
Der von den Aargauer Braunviehzüchtern organisierte Anlass lockt auch Jungbauern an. (Bild: Werner Schelbert (Horben, 23. September 2017))

Der von den Aargauer Braunviehzüchtern organisierte Anlass lockt auch Jungbauern an. (Bild: Werner Schelbert (Horben, 23. September 2017))

Die Sonne meint es gut mit dem Braunvieh. Am Samstagmorgen strahlt sie warm auf den Freiämter Hausberg Horben und rückt die rund 200 anwesenden Kühe und Rinder ins beste Licht. Alle zehn Jahre findet hier die Braunvieh-Ausstellung Horba statt, organisiert von den Aargauer Braunviehzüchtern. «Die Infrastruktur auf dem Hausberg des Freiamts gibt viel her, wenn das Wetter stimmt», freut sich Hugo Abt aus Rottenschwil, OK-Präsident des Anlasses und Präsident von Brauvieh Aargau.

Über 1000 Zuschauer sind am Samstag auf den Horben gekommen. Kinder, Mamis und Papis, Bauern, Tierbegeisterte und Neugierige aus den Gemeinden in der Umgebung «ellbögeln» durch das Festzelt, drängeln sich durch die Menge, um eine gute Sicht auf das ausgestellte Vieh zu ergattern, während die Kinder im Streichelzoo eifrig Kleintierfelle streicheln. Die hohe Besucherzahl ist von grosser Bedeutung, da die Ausstellung nur einmal im Jahrzehnt stattfindet. «Ich bin sehr zufrieden», sagt OK-Präsident Abt. Ausserdem sei die Qualität der Tiere dieses Mal «ausserordentlich hoch».

Regierungsrat Markus Dieth geht in seiner Begrüssungsrede noch einen Schritt weiter: «Auf dem Horben gibt es keine Sorgen», behauptet er. Die Horba sei ein wichtiger Treffpunkt der Bauern. «Im Kanton Aargau ist die Landwirtschaft ein Wirtschaftszweig mit grossem Stellenwert», fügt der Regierungsrat an. Die Arbeit der Bauern werde sehr geschätzt.

Die Temporäridylle auf dem Berg lässt für kurze Zeit vergessen, dass in der Milchproduktion nach wie vor bittere Stimmung herrscht. «Die Milchpreise setzen den Bauern zu. An der Horba tanken sie wieder frischen Mut und finden Motivation, die hoffentlich lange nachhallt», sagt Hugo Abt.

Sportler beurteilen die Jungkühe

Motiviert zeigen sich auf jeden Fall die jüngsten Züchterinnen und Züchter: Stolz führen sie ihre geschmückten Kälber vor, sagen Verse auf und lassen ihre Jungkühe von Skistar Fabienne Suter und Spitzenringer Pascal Strebel beurteilen. Gewinner sind sie alle, und richtig ernst wird der Schönheitswettbewerb erst bei den erwachsenen Kuhdamen.

Beinahe elegant trotten die «Braunviehladys» über den «Cow Walk». Der erste Preis geht schliesslich an Königin Petunia. Sie ist bereits ein nationaler Stern am Himmel der Kuh-Schönheitswettbewerbe. Besitzer Reto Villiger aus Auw nimmt die grosse Siegerglocke strahlend entgegen. Aber nicht nur auf die Gesamterscheinung kommt es beim Braunvieh an: Kuh «Netti» gewinnt den Preis für das schönste Euter. Ihr Besitzer, Jungbauer ­Andreas Stocker aus Boswil, bekommt dafür eine Siegestrophäe in Form einer geschnitzten Holzkuh. Die Wahl der tierischen Champions kommt auch beim Publikum gut an. «Ich bin begeistert von der Anzahl Kühe und gucke mich sehr gerne hier um», sagt Jungbauer Armin Zimmermann aus Weggis. Selbst vom Fach, verfolge er die Preiskrönungen mit Interesse.

Der Horben: Ein spezieller Platz

«Ich war schon vor zehn Jahren hier», erzählt Maria Furrer aus Waldhäusern. Ihre eigenen Kühe sind ebenfalls vor Ort auf dem Horben. «Die sind nur z’Alp hier», erklärt die 57-Jährige mit einem Lachen. Spannend sei die Kür der Schönsten allemal. «Und der Platz hier oben; einfach speziell.» Vor allem bei Sonnenschein.

Sabina Bügler

redaktion@zugerzeitung.ch

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