Bergsteiger am Mythen zu Tode gestürzt

Für einen 24-Jährigen endete eine Klettertour am Kleinen Mythen tödlich. Er stürzte 20 Meter in die Tiefe. Es ist dies bereits der dritte tödliche Bergunfall in der Zentralschweiz innerhalb von nur einer Woche.

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Ein Rega-Helikopter im Einsatz. (Archivbild / Neue LZ)

Ein Rega-Helikopter im Einsatz. (Archivbild / Neue LZ)

Schon wieder ein tödlicher Bergunfall in der Zentralschweiz: Am Montagabend nach 19.30 Uhr ist ein 24-Jähriger am Kleinen Mythen tödlich verunfallt. Der Mann wollte sich am Haggenspitz bei einer Kletterstelle hochziehen. Dabei löste sich ein Stein und der Mann stürzte 20 Meter in die Tiefe. Beim Absturz erlitt der Verunfallte tödliche Verletzungen, wie die Kantonspolizei Schwyz am Dienstag mitteilte. Für die Bergung des im Kanton Schwyz wohnhaften Mannes musste die Rettungsflugwacht aufgeboten werden.

Es ist dies bereits der dritte Bergunfall mit tödlichem Ausgang in der Zentralschweiz innert einer Woche. Am Dienstag 5. Juli, stürzte am Grossen Mythen ein älterer Mann 200 Meter in die Tiefe. Ebenfalls am Dienstag stürzte eine 43-jährige Zürcherin in der Nähe der Sustlihütte im Kanton Uri 40 Meter den Hang hinunter und erlag ihren Verletzungen.

pd/zim

Wichtige Tipps für sicheres Wandern

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) gibt Wanderern und Berggängern in ihrer Broschüre «Bergwandern – sicher über Stock und Stein» unter anderem folgende Tipps:

Die Planung
- Planen Sie Ihre Wander- oder Bergtour sorgfältig mit Karten, Wanderliteratur oder dem Internet.
- Achten Sie auf den Schwierigkeitsgrad der geplanten Wanderung.
- Kalkulieren Sie genügend Ausweichund Umkehrmöglichkeiten sowie Zeitreserven für Unvorhergesehenes ein.
- Entscheiden Sie anhand des Wetterberichts auf www.meteoschweiz.ch oder unter Tel. 162 (0,50 Franken pro Anruf plus 0,50 Franken pro Minute) über den definitiven Start zu Ihrer Tour.
Die Ausrüstung
- Hohe Wanderschuhe mit Profilgummisohle.
- Wind-, Kälte- und Regenschutz.
- Kartenmaterial.
- Proviant, Getränke, Sackmesser.
- Sonnenschutz: Hut, Brille, Creme.
- Evtl. Wanderstöcke.
- Für den Notfall: Taschenapotheke, Rettungsdecke, Taschenlampe, Handy.
Die Tour
- Bleiben Sie auf den markierten Wegen.
- Rasten Sie regelmässig und trinken Sie ausgiebig.
- Kehren Sie bei Wetterumschwüngen oder anderen Problemen (z. B. Unwohlsein) rechtzeitig um.