BESCHNEIUNG: So wird ein neuer See im Stoos gebaut

Im hinteren Stoos ist derzeit eine aussergewöhnliche Baustelle zu sehen. Es entsteht ein See, der allerdings nicht zum Baden einlädt.

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Die Baustelle für das neue Speicherbecken auf dem Stoos. (Bild pd)

Die Baustelle für das neue Speicherbecken auf dem Stoos. (Bild pd)

Das Bauareal ist auch aus der Luft nicht zu übersehen. Bruno Lifart, Verwaltungsratsdelegierter der Sportbahnen Schwyz-Stoos-Fronalpstock AG (SSSF), schoss letztes Woche eine Luftaufnahme der gewaltigen Baugrube im «Teufböni» im hinteren Stoos. Dort entsteht derzeit auf einer Fläche von etwa 5500 Quadratmetern der neue Speichersee der SSSF. Sie will ab nächstem Winter mit dem in diesem See gespeicherten Wasser die Skipisten auf dem Stoos beschneien.

Eine neue Strasse ins Frontal ist entstanden
Der See entsteht in einer Geländemulde. Vorn und hinten in diese Mulde hinein baut das Sportbahnen-Unternehmen je einen Abschlussdamm gegen das Dorf Stoos und gegen das Frontal hin. Gleichzeitig wird am Abhang des Fronalpstocks ein Lawinendamm aufgeschüttet, der den See künftig schützen soll. Damit man auch künftig ins Frontal gelangen kann, ist um das zukünftige Seebecken herum auf der Fronalpstock-Seite eine neue Strasse entstanden.

«Im vorderen Damm wird auch das technische Betriebsgebäude untergebracht», sagt Bruno Lifart. «Hier werden die technischen Installationen wie Trafo, Pumpen, Steuerungen oder Notablassventile untergebracht. Zusätzlich wird im Gebäude Platz freigehalten, damit eventuell in Zukunft das einlaufende Wasser turbiniert werden kann.»

Kaltes Wasser lädt nicht zum Bade ein
«Wir gehen davon aus, dass wir den See ab Mitte November mit Wasser füllen können», führt Lifart weiter aus. «Dann können wir ab Dezember mit der künstlichen Beschneiung starten.» Dafür werden im See 19 Millionen Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Gefüllt wird der See mit dem Überlauf eines Trinkwasserreservoirs. Dazu Bruno Lifart: «Zuerst wird immer das Trinkwasserreservoir gefüllt, nur der Überlauf wird unserem See zugeführt.» Obwohl das Wasser im neuen See Trinkwasserqualität haben wird, dürfte der See kaum zum Bade einladen. Denn das Wasser ist laut Lifart sechs bis acht Grad kalt.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.