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Betrug statt Liebe: Vorsicht vor falschen Singles in der Zentralschweiz

Es tauchen immer mehr Fälle von Romance Scam auf. Allein im laufenden Jahr wurden der Schwyzer Polizei rund ein Dutzend Fälle gemeldet.
Stefan Grüter
Den Traum vom Liebesglück nutzen Betrüger für fiese Abzocke. (Bild: Pixabay)

Den Traum vom Liebesglück nutzen Betrüger für fiese Abzocke. (Bild: Pixabay)

Irgendwo auf der Welt erstellt eine Betrügerin oder ein Betrüger ein falsches Traumprofil im sozialen Netzwerk oder in einer Internet-Partnerbörse, um mit einem potenziellen Opfer in Kontakt zu kommen.

Ist dieser Kontakt geknüpft, gesteht der Betrüger oder die Betrügerin dem Opfer schon bald seine Liebe und baut eine immer engere Beziehung auf mit dem Ziel, eine emotionale Abhängigkeit herbeizuführen.

Schwyzer Polizei warnt vor den Betrügern

In einer nächsten Phase wird das Opfer unter verschiedenen Vorwänden um Geld angegangen, einmal sind es persönliche Probleme, dann wieder familiäre, berufliche oder finanzielle Notlagen. Als ultimatives Ziel wird immer ein persönliches Treffen versprochen.

Aber jedes Mal, wenn das Treffen kurz bevorsteht, geschieht etwas Unvorhergesehenes, worauf wieder Geld überwiesen werden muss. So schildert die Schweizerische Kriminalprävention, der alle Schweizer Polizeikorps angeschlossen sind, die Vorgehensweise.

Und diese Masche zieht offenbar auch im Kanton Schwyz. Florian Grossmann, Chef Kommunikation und Prävention der Kantonspolizei Schwyz, bestätigt, dass allein im laufenden Jahr der Schwyzer Polizei rund ein Dutzend Fälle von Romance Scam gemeldet wurden.

Einige Betroffene hätten rechtzeitig reagiert, sodass es nicht zu Geldüberweisungen gekommen sei. Bei der Mehrheit der Fälle sei Anzeige erstattet worden. Laut Grossmann sind Beträge «zwischen wenigen Hundert und mehreren Zehntausend Franken» geflossen.

Was man bei der Schwyzer Polizei auch festgestellt hat: Betroffen sind zur Mehrheit Frauen, und zwar ganz unterschiedlichen Alters, «von der 30-Jährigen bis zur Pensionärin», so Grossmann.

Mit einem Präventionsfilm erzählt die Schweizerische Kriminalprävention die Geschichte von Marie, die sich in den fiktiven Franck verliebt und eine grosse Enttäuschung erlebt, erzählt. Damit sollen die vier allgemeinen Botschaften der Kampagne hervorgehoben werden, die das Risiko vermindern, Opfer eines Internetbetrugs zu werden:

  • Vertrauen Sie nie jemandem, den Sie nur über Internet kennen.
  • Geben Sie nie Ihre Passwörter oder Ihre amtlichen Dokumente weiter.
  • Geben Sie nie intime Fotos oder Informationen preis.
  • Leisten Sie nie eine Vorauszahlung, wenn Sie dem Gegenüber nicht vollständig vertrauen.

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