BEZIRK KÜSSNACHT: Gratis-Wildsträucher für den eigenen Garten

Damit Gärten wieder etwas naturnaher gestaltet werden, gibt der Bezirk Küssnacht kostenlos Wildsträucher an die Bevölkerung ab. Im Herbst werden die Sträucher ausgeliefert.

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Der einheimische Liguster freut auch die Bienen. (Bild pd)

Der einheimische Liguster freut auch die Bienen. (Bild pd)

Was mit dem Infostand an der «Gwärb» im April begann, findet nun seine Fortsetzung. Mit Gartenkursen motiviert die Umweltstelle private Gartenbesitzer, ihre Gärten etwas naturnaher und damit wertvoller für Mensch und Tier zu gestalten.

Wildsträucher jetzt aussuchen und im Herbst pflanzen
Momentan sind einige Wildsträucher in Blüte. Der Zeitpunkt ist also gut, sich aus der Liste der Wildsträucher, die der Bezirk im Rahmen der Aktion an die Küssnachter Bevölkerung kostenlos abgibt, etwas auszusuchen. Auf der Umweltstelle sind Unterlagen über die Ansprüche und Eigenheiten der Sträucher erhältlich.

In Natura findet man die Sträucher im Chiemen. Auf dem Naturpfad (Start beim Parkplatz) sind viele einheimische Sträucher und Bäume zu finden. Die Pflanzen sind zudem mit kleinen Tafeln beschriftet, was die Bestimmung einfach macht. Die Bestellliste für die Wildsträucher ist auf der Umweltstelle oder im Internet erhältlich. Die Sammelbestellung wird im Herbst, zur idealen Pflanzzeit ausgeliefert.

Unerwünschte Exoten
Ausländische Pflanzenarten sind aus unseren Gärten kaum mehr wegzudenken. Für die heimische Tierwelt sind diese in der Regel aber wertlos. Unter den vielen exotischen Pflanzen gibt es auch einige, die in unseren Breitengraden unerwünscht sind, da diese sich wild vermehren und auch in Wäldern, Kiesgruben und Uferböschungen zu wuchern beginnen.

Sommerflieder und Kirschlorbeer sind solche problematischen Pflanzen. Eine weitere bereits sehr verbreitete Problempflanze ist der Japanknöterich. Hat er sich einmal etabliert, ist er kaum mehr zu bekämpfen, da er sich nicht über Samen, sondern über unterirdische Ausläufer vermehrt. Ein Stängel- oder Wurzelstück von wenigen Zentimetern hat die Kraft, neu auszutreiben und einen neuen Bestand zu gründen, der mit seinem kräftigen Wuchs in Kürze alles überdeckt. Im Winter stirbt die strauchgrosse Pflanze ab und hinterlässt nackten Boden, welcher der Erosion schutzlos ausgeliefert ist.

Wenn man den Japanknöterich ausgräbt, sollte das Material nicht kompostiert, sondern der Kehrichtabfuhr mitgegeben werden. Betroffene Grundstücksbesitzer sind gebeten, sich beim Umweltbeauftragten Michael Lutz zu melden, um das beste Vorgehen im Umgang mit dieser oder anderen Problempflanzen zu besprechen.

ana