BEZIRKSGERICHT ZÜRICH: Über 5,5 Millionen Franken abgezweigt

Ein ehemaliger Swiss-Re-Direktor soll zusammen mit zwei Komplizen über 5 Millionen Franken veruntreut haben. Stimme nicht, sagte er.

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Der heute 67-jährige Beschuldigte aus der March war zwischen 1992 und 2000 beim Versicherungskonzern der Swiss Re Leiter des Ressorts Lateinamerika, Portugal und Spanien – mit einem Monatslohn von bis zu 30'000 Franken im Monat.

Doch das war wohl nicht genug: Gemäss Anklage hatte der Ausserschwyzer zusammen mit einem ihm unterstellten Manager sowie dem Inhaber der Finanzfirma Saint Martin zwischen November 1997 und Herbst 1998 über 5,5 Millionen Franken abgezweigt.

Im November 2004 zeigte sich der inzwischen entlassene Direktor anfänglich noch geständig. Am Mittwoch brachte der Angeklagte vor Gericht seine spätere Version auf den Tisch und bezeichnete sich nun als unschuldig.

Der Staatsanwalt verlangte für den Exdirektor sowie den mitbeschuldigten Finanzunternehmer bedingte Freiheitsstrafen von je zwei Jahren. Zudem sollen beide Männer Bussen von 10'000 sowie 30'000 Franken abliefern. Die Verteidiger forderten Freisprüche. Das Gericht kam noch zu keinem Urteil.

Attila Szenogrady

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.