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BILANZ 2009: Tourismus: Ist das Schlimmste überstanden?

Nach dem Traumjahr 2008 folgte die Bewährungsprobe: Die Wirtschaftskrise führte zu rückläufigen Logiernächtezahlen – auch in der Zentralschweiz. Doch die Zeichen stehen auf Besserung.
Ein taiwanesisches Paar macht Erinnerungsfotos bei der Luzerner Kapellbrücke. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Ein taiwanesisches Paar macht Erinnerungsfotos bei der Luzerner Kapellbrücke. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Gemäss dem Bundesamtes für Statistik registrierte die Hotellerie in der Schweiz im Jahr 2009 insgesamt 35,6 Millionen Logiernächte. Nach drei aufeinanderfolgenden Wachstumsjahren ging das Logiernächtetotal 2009 damit erstmals wieder zurück. Gegenüber dem Jahr 2008, in dem das beste Logiernächteergebnis seit 1990 registriert wurde, beträgt der Rückgang im Jahr 2009 insgesamt 4,7 Prozent (-1,7 Millionen Logiernächte), wobei dieses Ergebnis sicherlich durch die Wirtschaftskrise beeinflusst worden sei, wie es weiter heisst.

Durchschnittlich höhere Einbusse
In der Zentralschweiz musste eine Einbusse von 6,7 Prozent hingenommen werden (LU -6,5%, UR -2,6%, SZ -6,6%, OW -7,9%, ZG -6,5%). Das Resultat liegt über den Erwartungen, findet Luzern Tourismus, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Besonders viele Gäste aus osteuropäischen Ländern wie Polen oder der Tschechischen Republik hätten die Region neu für sich entdeckt.

Was die Zahlen für Luzern anbelangt, könne von einem «erfolgreichen» Jahr gesprochen werden. Die Stadt weise 2009 mit 1'015'983 Logiernächten (-5,1% zum Vorjahr) wiederum ein sehr gutes Resultat aus. Nach den Rekordjahren von 2007 und 2008 bedeute dies das drittbeste Resultat in den letzten fünf Jahren und das viertbeste insgesamt. Das Ausbleiben von Gästen aus Amerika und England habe mit einer erstarkten Klientel aus China und Russland kompensiert werden können.

Dezemberzahlen als «Trendwende»
Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage sei mit einem Rückgang der Logiernächte von 10% gerechnet worden. Tourismusdirektor Marcel Perren blickt daher mit Zuversicht in die Zukunft: «Die Stadt Luzern verzeichnet im Dezember 2009 mit 12,6% eine mehr als doppelt so hohe Zunahme zum Dezember 2008 im Vergleich zur Entwicklung in den übrigen Schweizer Städten. Dies ist zum Jahresende hin eine positive und erfreuliche Trendwende.» Zentralschweizweit ist diesbezüglich eine Zunahme von 0,7% zu vermelden (LU 6,2%, UR -3,9%, SZ keine Veränderung, OW -7,1%, NW -0,8%, ZG -5,1%); der Schweizer Durchschnitt beträgt -0,5%.

Gemäss den Konjunkturforschern von Bak Basel sei für das Jahr 2010 aufgrund der sich nur langsam erholenden Wirtschaftslage gesamtschweizerisch ein weiterer Rückgang von 2,6% auf -7,3% zu erwarten. Luzern Tourismus prognostiziert derweil für die Zentralschweiz optimistisch eine Zunahme von 1% auf -5,7%. Bereits in der Sommersaison 2010 soll sich eine leichte Erholung einstellen. Bis 2012 wird von Bak Basel für die Region ein Plus von 6,4% erwartet.

scd

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