«BILANZ»-RATING: Das sind die reichsten Zentralschweizer 2008

Zum 20. Mal hat das Schweizer Wirtschaftsmagazin «Bilanz» in ihrer traditionell golden eingefassten Ausgabe die 300 reichsten Schweizer aufgelistet. Darunter befinden sich 51 mit Wohnsitz in der Region.

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Die «Bilanz»-Rangliste führt nach wie vor von Ikea-Besitzer Ingvar Kamprad mit 35-36 Milliarden Franken Vermögen an. Als reichste Zentralschweizer (und drittreichste Schweizer) Partei wird die C&A-Besitzerfamilie Brenninkmeijer mit einem geschätzten Vermögen von vergleichsweise geradezu bescheidenen 12-13 Milliarden Franken genannt, von der gemäss der Wirtschaftsauskunft «Moneyhouse» mehrere Mitglieder im Kanton Zug wohnen.

Verluste der Superreichen
Wohlhabendster aus dem Kanton Schwyz (und 13.-reichster der Schweiz) ist Klaus-Michael Kühne, Verwaltungsratspräsident und Mehrheitseigner des Transportunternehmens Kühne+Nagel mit 5-6 Milliarden Franken Vermögen. Brenninkmeijer und auch Kühne haben es zudem in die Liste der «grössten Absteiger» geschafft: So haben laut «Bilanz» die ausländischen Immobilien der Familie Brenninkmeijer in diesem Jahr drei Milliarden an Wert verloren. Ebenfalls gleich viel weniger wert infolge des Börsencrashs hätten die Aktien von Kühne+Nagel.

Keine Zahlen aus Uri
Im Kanton Nidwalden sind die Familien Schindler und Bonnard (Aufzüge, Fahrtreppen, Computer) mit 3-4 Milliarden Franken Vermögen die wohlhabendsten. Im Kanton Luzern ist es Otto Happel, der diverse Beteiligungen hält, mit geschätzten 2-3 Milliarden Franken. In Obwalden geht der erste Rang an Maxon-Hauptaktionär Karl-Walter Braun mit einem Vermögen von 200-300 Millionen Franken. Nicht vertreten in der «Bilanz»-Reichstenliste ist der Kanton Uri.

Roger Federer neu dabei
Neu aus der Zentralschweiz dabei in der goldenen Ausgabe dabei sind laut der Gratiszeitung «20 Minuten» der Tennisspieler Roger Federer (SZ) mit 100-200 Millionen Franken – dazu beigetragen hätten nicht die Preisgelder, sondern ein Werbevertrag mit Nike über 130 Millionen Franken, wie «Bilanz» schreibt. Damit hat es Federer in dieselbe Liga wie etwa der ehemalige UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel geschafft, der seinen Wohnsitz ebenfalls in Wollerau hat. Zudem sind da Ex-Botschafter in Peking und China-Kunstsammer Uli Sigg (LU) mit 200-300 Millionen Franken, der durch den Verkauf einer Medizinaltechnikfirma zu 200 Millionen Franken gekommen sei, und nicht zuletzt Aromaproduzent Hans-Peter Wild (ZG) mit 1-1,5 Milliarden Franken zu nennen.

Nicht mehr in der Liste vertreten wegen Wegzugs aus Zug in den hohen Norden ist etwa Lego-Besitzer Kjeld Kirk Kristiansen (2007: 2-3 Milliarden Franken Vermögen). Ebenfalls weg von der Liste ist die Familie Ineichen (2007: 300-400 Millionen Franken) – dies nachdem FDP-Nationalrat Otto Ineichen eine Erbteilung vorgenommen hat.

Dave Schläpfer/Zisch