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BILANZ: Zentralschweizer Skigebiete schliessen so gut ab wie seit Jahren nicht mehr

Frohe Botschaft für die Bergbahnen der Zentralschweiz: Verglichen mit dem Vorjahr besuchten 13,2 Prozent mehr Gäste die hiesigen Wintersportorte. Gegenüber dem Rest der Schweiz schneidet die Region gar doppelt so gut ab.
Viel Prominenz auf der Eröffnungsfahrt des neuen Sessellift auf den Schneehüenerstock im Skigebiet Andermatt-Sedrun (von links): Heidi Z’graggen, Marc Girardelli, Peter Furger, Josef Dittli, Samih Sawiris und Bernhard Russi. (Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 10. März 2018))

Viel Prominenz auf der Eröffnungsfahrt des neuen Sessellift auf den Schneehüenerstock im Skigebiet Andermatt-Sedrun (von links): Heidi Z’graggen, Marc Girardelli, Peter Furger, Josef Dittli, Samih Sawiris und Bernhard Russi. (Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 10. März 2018))

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Ist dies das berühmte Licht am Ende des Tunnels? Nach mehreren, schneearmen Jahren, durchzogenen Wintern und wenig begeisterten Saisonabschlüssen haben die Zentralschweizer Skigebiete derzeit Grund zur Freude. Wie die «Transportunternehmungen Zentralschweiz» (TUZ) am Montag mitteilten, konnten die 13 Bergbahnen, die dem Branchenverband angehören, ihre Frequenzen markant steigern: Bis Ende März besuchten 13,2 Prozent mehr Gäste die hiesigen Wintersportorte als noch vor Jahresfrist.

Mehr Betriebstage als noch im Vorjahr

Zwar handelt es sich bei diesem Wert noch nicht um die finalen Zahlen, sondern um eine Hochrechnung, die aus einem Monitoring von «Seilbahnen Schweiz» hervorgeht. Deshalb liegen auch nur Prozentwerte und keine absoluten Zahlen vor. Die Freude ist darob aber ungebrochen, wie TUZ-Geschäftsführer Adrian Bühlmann, auf Anfrage sagt: «Wir sind sehr zufrieden mit diesem Abschneiden. Einer der Gründe dürfte der frühe Saisonstart gewesen sein.» Die ersten Skigebiete öffneten ihre Anlagen bereits Anfang November - wie zum Beispiel die Skiarena Andermatt-Sedrun oder das Skigebiet Engelberg-Titlis.

Für Bühlmann liegt ein weiterer Grund für die Erfolgsmeldung auch darin, dass vor allem kleinere Skigebiete in dieser Saison mehr Betriebstage ausweisen können als noch in der Saison 2016/2017. Damals hatten die Wintersportorte besonders im Weihnachtsgeschäft zu kämpfen. Schuld war der Föhn, der unsere Region im warmen Griff hatte. Der Schnee schmolz dank den Böen und hohen Temperaturen wie ein Wasserglace in der Junisonne. Und manch Wintersportler musste die Ski- mit den Wanderschuhen austauschen.

Tempi passati. Und was die Skigebiete noch mehr freuen dürfte: Die Zentralschweiz hat die grosse Konkurrenz im Rest des Landes hinter sich gelassen. Gemäss der Erhebung von «Seilbahn Schweiz» schneiden sämtliche Skigebiete zwar deutlich besser ab als noch vor Jahresfrist. Allerdings beläuft sich der Zuwachs in puncto Gästezahlen lediglich auf 6,9 Prozent - ist also fast halb so gross wie in unserer Region. Weshalb? «Der Zentralschweiz kommt dabei sicher ihre Nähe zu den Ballungsgebieten entgegen», glaubt Bühlmann. Dadurch werde man attraktiv für den Tages- und Wochenendtourismus. Und ist weniger abhängig von Übernachtungsgästen.

Nur Freiburg und Tessin schneiden besser ab

Betrachtet man den Durchschnitt der letzten fünf Jahre, so wird ebenfalls deutlich, dass die Saison 2017/2018 für die hiesigen Bergbahnen auffallend gut ausfiel: Die Zahlen liegen um 5,7 Prozent über dem Fünfjahres-Schnitt. Dabei schneidet nur eine Region besser ab als die Zentralschweiz: 15,5 Prozent mehr Ski- und Snowboardfahrer besuchten die Freiburger und Waadtländer Alpen als durchschnittlich in den letzten fünf Jahren. Ebenso weist dieses Gebiet 25 Prozent mehr Gäste aus als in der Vorsaison - und liegt damit an zweiter Stelle im nationalen Vergleich. Zwar vor der Zentralschweiz, jedoch hinter dem Tessin. Dieses erreicht einen Zuwachs von 86,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr - jedoch sind diese Werte mit Vorsicht zu geniessen. Wie «Seilbahnen Schweiz» schreibt, fielen in der Region Freiburg und dem Tessin die Anstiege derart hoch aus, weil im Vorjahr in der ersten Saisonhälfte nur sehr wenige Skigebiete geöffnet hatten. Grund dafür war der Schneemangel.

Dieser fand heuer bekanntlich nicht statt. Und: Obwohl der Frühling diskussionslos Einzug gehalten hat, kann man auch weiterhin Ski- und Snowboardfahren. Auf dem Titlis laufen die Anlagen zwischen Gipfel und Trübsee noch bis zum 27. Mai. Ebenso kann man am Gemsstock in der Skiarena Andermatt-Sedrun noch dem Wintersport frönen.

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