BILDUNG: HarmoS sorgt für heisse Köpfe

Das HarmoS-Projekt gibt Anlass zur Diskussion. Die frühe Einschulung macht der SVP grosse Sorgen.

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HarmoS: In Luzern wird es zur Abstimmung kommen. Im Bild Familien bei der Übergabe der Referendumsstimmen. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

HarmoS: In Luzern wird es zur Abstimmung kommen. Im Bild Familien bei der Übergabe der Referendumsstimmen. (Bild André Albrecht/Neue LZ)

Die Regierung und der Erziehungsrat im Kanton Schwyz haben sich im letzten Herbst für das Projekt «Harmonisierung der obligatorischen Schule» (HarmoS) ausgesprochen. Mindestens zehn Kantone müssen dem neuen Schulkonkordat beitreten, welches die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektionen im Juni 2007 genehmigt hat.

Verordnung wird überprüft
Derzeit wird im Erziehungsdepartement überprüft, welche Veränderungen der Beitritt bei HarmoS in der Volksschulordnung nach sich ziehen würde. «Die Verordnung wurde erst 2006 revidiert», erklärt Regierungsrat Walter Stählin, Vorsteher des Erziehungsdepartements. «Mit dem Projekt HarmoS müssten erneut einige Punkte geändert werden, zum Beispiel bei der Einschulung.» HarmoS sieht einen Schuleintritt ab dem vierten Lebensjahr vor. Es werden auch weitere Revisionspunkte untersucht, unter anderem im Bereich der Sonderpädagogik. Laut Stählin sollte der Entscheid des Kantonsrats Anfang 2009 fallen.

SVP-Widerstand
Im Kanton Luzern hat die SVP bereits das Referendum gegen den HarmoS-Beitritt ergriffen. Im Kanton Schwyz bahnt sich Ähnliches an. Die Einschulung ist der Hauptkritikpunkt der SVP.

«Wir haben grosse Bedenken bei einer so frühen Einschulung und werden sie mit allen Mitteln bekämpfen», sagt Judith Uebersax, Sekretärin der SVP des Kantons Schwyz. «Kinder sollen ihre Kindheit geniessen.» Sie hätten auch bereits Rückmeldungen von Eltern erhalten, welche eine so frühe Einschulung bedenklich finden.

Nadia Reichlin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.