BILDUNG: Neues Schulmodell mit mässigem Erfolg

In die Basisstufe wurden grosse Hoffnungen gesetzt. Zu Unrecht, wie nun eine Studie zeigt.

Drucken
Teilen
Eine Basisklasse im Schulhaus Utenberg in Luzern. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Eine Basisklasse im Schulhaus Utenberg in Luzern. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Lange wurde sie als das Schulmodell der Zukunft gepriesen: Die Basisstufe eine Vereinigung von Kindergarten und den ersten beiden Primarschulklassen. Sie sollte Schülern einen fliessenden Übergang in den Schulalltag ermöglichen. Die Schüler, so die Hoffnung, würden davon profitieren. Doch nun zeigt sich: Dem ist nicht so. Gegenüber dem traditionellen System mit Kindergarten und dem darauf folgenden Eintritt in die Primarschule bietet die Basisstufe keinen Fortschritt: Die Leistungen der Schüler bleiben gleich. Das stellt nun eine Studie fest, die über sechs Jahre mit Daten aus zehn Kantonen erstellt wurde.

Kantone sind sich uneins
Das Bild in den Zentralschweizer Kantonen zeigt sich differenziert. In den Kantonen Luzern, Nidwalden und Zug gibt es bereits Gemeinden, in denen die Basisstufe angewandt wird. Und in all diesen Kantonen glaubt man an den Erfolg des neuen Modells. «Die Evaluation zeigt, dass die Basisstufe durchaus bessere Leistungen erbringt als der Weg über den Kindergarten», sagt Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung beim Kanton Luzern.

In anderen Kantonen bleibt die Skepsis gegenüber der Basisstufe bestehen. In Obwalden sieht man angesichts der durchzogenen Studieneergebnisse keinen Druck, umgehend auf ein neues Modell zu setzen. In Schwyz und Uri schliessen die Verantwortlichen entschlossen aus, dass die Basisstufe demnächst zu einem Thema werden könnte. Die politische Stimmung spreche derzeit nicht dafür, sagt Peter Horat von der Urner Bildungsdirektion.

Karl Kälin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.