BISISTAL: Ein Fund von «höchster Bedeutung»

Der Muotathaler Walter Imhof hat eine sensationelle Entdeckung gemacht. Sie verrät, wie Steinzeitmenschen früher gelebt haben.

Andrea Schelbert
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Walther Imhof zeigt die Feuerstelle aus der Mittelsteinzeit, die er im Bisistal entdeckt hat. (Bild: Andrea Schelbert)

Walther Imhof zeigt die Feuerstelle aus der Mittelsteinzeit, die er im Bisistal entdeckt hat. (Bild: Andrea Schelbert)

Knochenjäger oder Knochenhofer wird Walter Imhof von Muotathalern und Archäologen auch genannt. Seit 15 Jahren entdeckt der 57-jährige Lehrer in der Region immer wieder bedeutungsvolle prähistorische Tierknochen, Steinwerkzeuge und Holzkohle. Nun hat er eine sensationelle Entdeckung im Bisistal gemacht. In der Berglibalm auf 1135 Meter über Meer hat er eine Feuerstelle aus der Mittelsteinzeit gefunden. «Ich habe die Holzkohle von der ETH Zürich datieren lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits 8400 vor Christus Menschen hier im Bisistal anwesend waren», sagt Imhof. Es sei die bisher älteste nachgewiesene Feuerstelle für den Kantons Schwyz.

Imhof arbeitet mit Forscherinnen und Forschern von Universitäten, Kantonsarchäologen und naturwissenschaftlichen Instituten zusammen. «Wir sind uns von Walter Imhof vieles gewöhnt. Doch die entdeckte Feuerstelle aus der Mittelsteinzeit ist sensationell und für den Kanton Schwyz von höchster Bedeutung», sagt der Thurgauer Archäologe Urs Leuzinger.