BLAUZUNGENKRANKHEIT: Bei Impf-Aborten wird gezahlt

Im Kanton Schwyz wird gezahlt, wenn eine trächtige Kuh wegen einer Impfung verwirft. Das sei nicht ungewöhnlich, heisst es im Veterinäramt.

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Tierärztin Chantal Häusermann impft bei Bauer Franz Deck eine Kuh. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Tierärztin Chantal Häusermann impft bei Bauer Franz Deck eine Kuh. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Verwirft eine trächtige Kuh innerhalb von 14 Tagen nach einer Blauzungenimpfung, so gibts Geld vom Veterinarämt der Urkantone. Diese Regelung, die auch für den Kanton Schwyz gilt, ist seit Monatsbeginn in Kraft. Bereits seien die ersten Gesuche aus dem Kanton Schwyz eingetroffen, sagt der stellvertretende Kantonstierarzt Toni Linggi.

Zwar sei nicht nachgewiesen, dass der Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit für Aborte trächtiger Kühe verantwortlich ist, man zahle aber dennoch. Das sei quasi eine vertrauensbildende Massnahme, so Linggi. Denn sind nicht alle Tierbestände gegen die Krankheit geimpft seien, könne sie auch nicht ausgemerzt werden.

Seit Monatsbeginn gibt es die Möglichkeit, Aborte zu melden. Laut Toni Linggi wird davon auch Gebrauch gemacht: «Erste Gesuche sind bei uns bereits eingetroffen.»

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.