BLAUZUNGENKRANKHEIT: Die Bauern fühlen sich im Stich gelassen

Der Impfzwang bleibt ein stark umstrittenes Thema: Viele Bauern sind wütend und enttäuscht und stellen sich klar gegen den Impfzwang.

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Silvan Tschümperlin aus Schwyz, einer der Bauern, der die Veranstaltung besuchte. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Silvan Tschümperlin aus Schwyz, einer der Bauern, der die Veranstaltung besuchte. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

«Es ist wahnsinnig, kein Mensch hat mich ernst genommen.» Eigentlich ist Landwirt Toni Hürlimann aus Walchwil auf dem Heimweg. Er hat, wie andere Bauern und Interessierte, am Montagnachmittag in Sattel an der Medienorientierung der Regional-Gruppe Zentralschweiz teilgenommen. Der Anlass zum Thema «Start zur regionalen Offensive für eine freiwillige Blauzungenkrankheit 2010» fand auf dem Biohof von Robert und Christa Schuler in Sattel statt. Doch der 44-jährige Hürlimann hat noch keine Ruhe gefunden. Ein Drittel seines Viehbestandes habe nach der Impfung Schaden davongetragen.

«Der geschätzte Schaden, den ich bisher erlitten habe, beläuft sich auf rund 36'000 Franken.» Hürlimann hat die Nase gestrichen voll. Seine Einstellung gegenüber dem Impfzwang ist klar: «Ich impfe nie mehr.» Der Zuger betont, dass er so weit gehen werde, wie es nötig sei. «Man kann mich betreiben, ich zahle aber keine Bussen mehr. Ich mache einfach weiter, als ob nichts gewesen wäre.»

Andreas Schelbert

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.