BLAUZUNGENKRANKHEIT: Nicht geimpft: 16 Schwyzer Bauern angezeigt

Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ist unter den Bauern umstritten. Impfverweigerer wurden nun verzeigt.

Drucken
Teilen
Landwirt Toni Suter, der seine Kühe vorschriftsgemäss geimpft hat, in seinem Stall. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Landwirt Toni Suter, der seine Kühe vorschriftsgemäss geimpft hat, in seinem Stall. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Weil sie ihre Kühe bis Ende 2008 nicht gegen die Blauzungenkrankheit geimpft haben, sind 18 Bauern aus dem Kanton Schwyz angezeigt worden. «Wegen Missachtung des Tierseuchengesetzes», wie Toni Linggi, stellvertretender Kantonstierarzt, erklärt. Die Landwirte könnten maximal zu einer Haftstrafe oder zu einer Busse bis 20'000 Franken verurteilt werden. Zudem seien die Höfe der Bauern vom 15. April bis Ende Jahr gesperrt. Das heisst, ihre Tiere dürfen den Hof zur Alpsömmerung nicht verlassen. «Gerne haben wir das nicht getan», sagt Linggi. «Aber für eine erfolgreiche Bekämpfung müssen wir die gesetzlichen Bestimmungen umsetzen.»

Inzwischen haben vier der 18 Bauern die Impfung nachgeholt. Die Anzeige gegen sie kann gemäss Linggi zwar nicht zurückgezogen werden. Doch die Sperrung ihrer Höfe wird sofort aufgehoben.

Corinne Schweizer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.