Böötli-Fahrer verirrt sich nachts auf Zürichsee

Mitten in der Nacht ist ein Bootsführer auf dem Zürichsee bei Freienbach im Schilfgürtel aufgelaufen. Der 59-Jährige hat zuviel getrunken.

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Der Bootsführer «parkierte» sein Boot im Schilf (Symbolbild Neue SZ).

Der Bootsführer «parkierte» sein Boot im Schilf (Symbolbild Neue SZ).

Am Samstagmorgen ging um 2.15 Uhr bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung eines Schiffsführers ein, dass sein Boot auf dem Zürichsee im Gebiet Frauenwinkel, in der Nähe des sogenannten Durchstichs, auf Abwegen geraten sei. Laut Polizei-Communiqué ist das Schiff in den Schilfgürtel geraten und aufgelaufen. In der Folge konnten der Seerettungsdienst Pfäffikon und die Seepolizei Schwyz den Bootsführer mit seinem Motorschiff im «Üsser Sack» aus seiner misslichen Lage befreien.

Da beim 59-jährigen Bootsführer Alkoholsymptome festgestellt wurden, musste eine Blutprobe angeordnet werden. Er wird zudem wegen Missachtung einer Sperrzone zur Anzeige gebracht.

In dem rund 350 Hektaren im Gebiet der Gemeinde Freienbach befindet sich das grösste Naturschutzgebiet am Zürichsee. Zu seinen Besonderheiten gehören die Schilf- und Röhrichtgürtel am Seeufer.

Für Freizeitkapitäne gibt es heute keine Alkoholgrenzwerte. Mit der Bahnreform 2 hat der Bundesrat die Kompetenz erhalten, verbindliche Promille-Grenzwerte festzulegen. Er will dies bis im Sommer 2013 auch tun. Schon heute ist aber das Führen von Schiffen untersagt, wenn man nach dem Konsum von Alkohol nicht mehr fahrfähig ist.

rem/sda