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BOSWIL/ROM: Er reist mit Papst Franziskus um die Welt

Lorenz Keusch ist seit 18 Jahren Mitglied der Schweizergarde und lebt mit seiner Familie in Rom. Seit einigen Monaten steht er im Rang eines Wachtmeisters.
Lorenz Keusch in der Uniform der Schweizergarde. (Bild:PD)

Lorenz Keusch in der Uniform der Schweizergarde. (Bild:PD)

Dass Papst Franziskus über eine gute Portion Humor und Herzlichkeit verfügt, hat Lorenz Keusch aus Boswil schon ganz direkt erlebt. Er steht seit 2000 im Dienst der Schweizergarde und lebt mit seiner Familie in Rom. «Unsere Kinder besuchen die Schweizerschule in der Stadt», erzählt er. Ihre Klasse habe einmal die Mittwochsaudienz von Papst Franziskus auf dem Petersplatz besucht. «Als er im Papamobil seine gewohnte Runde fuhr, hielt er auf einmal bei den Kindern an und lud einige von ihnen ein, mit ihm zusammen die Runde fortzusetzen.»

Vor einigen Monaten ist der 38-Jährige in den Rang eines Wachtmeisters befördert worden. Ein Meilenstein in seiner Karriere. Gelernt hatte er ursprünglich den Beruf des Kochs. «Die schönen Erlebnisse aus meiner Jugend als Ministrant und Jungwächtler sowie die positive Erfahrung aus der Zeit in der Schweizer Armee halfen mir damals bei der Entscheidungsfindung.» Die Vertiefung seines Glaubens gab schliesslich den Ausschlag. Als angehender Gardist absolvierte Keusch eine Grundausbildung bei der Tessiner Polizei in Isone. Ein weiterer Lehrgang in Rom folgte. Gemeinsam mit einem Kollegen war Lorenz Keusch als junger Gardist in einem Zweierzimmer der Kaserne untergebracht. «Dienstältere Kollegen und Unteroffiziere erhalten ein Einzelzimmer und verheiratete eine Dienstwohnung.»

Die Gardisten leisten täglich zwischen acht und elf Stunden Dienst. «Dazu kommt der ausserordentliche Dienst bei Anlässen mit dem Papst, Empfängen von Staatsoberhäuptern oder Botschaftern», so Keusch. Als Wachtmeister übernimmt er nun vermehrt auch administrative Aufgaben. «Zu meinen Pflichten gehört zum Beispiel die Administration der Mensa des Korps.» Diesbezüglich hat er einige Projektideen, die er umsetzen will. «Zudem übernehme ich sukzessive Aufgaben in der Geschwaderleitung.»

Ein Gardist muss opferbereit sein

Dazu kommen die Reisen mit dem Pontifex rund um den Globus. «Bisher begleitete ich Papst Franziskus nach Mexiko, Ägypten und Bangladesch.» Dies sei eine sehr zeitintensive, aber auch erfüllende Aufgabe, die den Horizont erweitere. Ohne grosse Opferbereitschaft gehe es jedoch nicht. «Es ist eine Ehre, dem Heiligen Vater und der Kirche zu dienen. Aber dieser Dienst greift auch sehr ins Privatleben ein.» Kraft schöpft der Freiämter immer wieder aus seinem Glauben und dem Gebet.

Über den Schmerz der Trennung von seiner alten Heimat, von Verwandten und Freunden hilft ihm die eigene Familie hinweg. «Gott sei Dank gibt es vielfältige Möglichkeiten, Kontakte aufrechtzuerhalten.» Auch Besuche und Gegenbesuche seien ­immer Anlass zu grosser Freude. «Dennoch ist es klar, dass man eben nie vergisst, woher man kommt.»

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Hinweis

Junge Schweizer ab dem 16. bis und mit 18. Lebensjahr können jeweils im Herbst eine Informationswoche bei der Schweizergarde erleben. Interessenten melden sich bei irs@gsp.va. Weitere Infos sowie ein Film über die Garde unter www.schweizergarde.va

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