BRAUCHTUM: Narrenmesse: Die Fasnächtler protestieren

Die Schwyzer Fasnächtler erhalten Unterstützung vom Fasnachtsverband Schweiz. Dieser fordert den Churer Bischof zur Einsicht auf.

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Narrenmesse in Schwyz. (Archivbild Laura Vercellone/Neue SZ)

Narrenmesse in Schwyz. (Archivbild Laura Vercellone/Neue SZ)

Post für den Churer Bischof Vitus Huonder: In einem offenen Brief protestiert der Fasnachtsverband Schweiz mit mehr als 600 angeschlossenen Vereinen gegen das Verbot des Bischofs, einen Fasnachtsgottesdienst in der Pfarrkirche abzuhalten.

Gleichzeitig fordert die Verbandsleitung den Bischof dazu auf, dieses Verbot rückgängig zu machen und nicht einen «wesentlichen Brauch der Schweiz, wenn nicht den bedeutendsten überhaupt».

Im Internet stösst das Verbot ebenfalls auf Kritik. Bereits drei Facebook-Gruppen setzen sich für eine Narrenmesse in Schwyz ein und fordern die Fasnächtler dazu auf, dennoch verkleidet an die Messe zu gehen.
Pfarrer Reto Müller, der das Verbot aus Chur in seiner Pfarrkirche in Schwyz umsetzen muss, erhält derweil massenweise Zuschriften von Personen, welche die Reaktion aus Chur nicht verstehen können.

Simone Hinnen

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

Bäckermeister Franz Fassbind aus Oberarth hat die Pfarrei Schwyz wegen ihrer Narrenmesse mit einem Brief beim Bischof angeschwärzt. Gegenüber der Neuen Schwyzer Zeitung erklärt er sein Motiv dafür: «Die heilige Messe ist die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu, die grösste Tat, die es je gab. Demgegenüber geziemt sich nur Andacht und Ehrfurcht.» Fassbind hat die letztjährige Narrenmesse in Schwyz zwar nicht miterlebt, sagt aber trotzdem: «Die Fotos, die man davon sah, genügten mir. Das gehört sich einfach nicht.»

Bert Schnüriger