Bringen Rigi-Bahnen den Verkehr zum Erliegen?

Statt 2,1 kostet die Sanierung des Goldauer Hochperrons 5 Millionen Franken. Die Rigi-Bahnen wollen die Mehrkosten nicht bezahlen. In Goldau droht der Kollaps.

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Der Hochperron der Rigibahnen in Godlau. (Bild: Archiv / Neue SZ)

Der Hochperron der Rigibahnen in Godlau. (Bild: Archiv / Neue SZ)

Weil die Sanierung des Goldauer Hochperrons, der über die Gleise der SBB in Goldau führt, teurer wird als geplant, droht die Rigi Bahnen AG damit, den Zugsverkehr lahmzulegen. Wie der Direktor der Rigi Bahnen AG, Peter Pfenniger, sagt, könne die Gesellschaft die Millionen-Mehrkosten nicht tragen. Weil verbindliche finanzielle Zusagen des Kantons Schwyz, der SBB und des Bundes fehlen, stelle man die Sanierungsarbeiten am Hochperron ein.

Und das setzt den nationalen und internationalen Zugsverkehr unter Druck. Denn 2017, wenn der Neat-Eisenbahntunnel eröffnet wird und die SBB mit ihren neuen Doppelstockzügen sowie die internationalen, höheren Güterzüge durch die Schweiz fahren wollen, wird der Hochperron zu niedrig sein. Deshalb hätten die Rigi-Bahnen den Hochperron zeitgleich mit der Sanierung anheben sollen, damit die Züge auch untendurch passen.

Direktor Peter Pfenniger schafft mit der Einstellung der Sanierungsarbeiten Druck. Der Kanton Schwyz lenkt ein. « Wir erwarten einen Terminvorschlag seitens der Rigi-Bahnen. Wir sind zu einem Konsens bereit», sagt der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth. Schwieriger wird es bei den SBB. Peter Pfenniger warte seit vier Wochen auf eine Antwort der zuständigen Stelle. Die Problematik von Goldau hat er schriftlich bei der Stelle «Verträge und Trasseeverkauf» deponiert. Für die «Zentralschweiz am Sonntag» war dort aber niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Erhard Gick

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.