BRÜCKENANGEBOT: Junge Immigrantinnen müssen nach Zug

Schulentlassene, jugendliche Ein- oder Rückwanderer benötigen oft Orientierungshilfe. Ist die Nachfrage im Kanton Schwyz tatsächlich geringer als anderswo?

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Liridona Imeri (links) und Juliana Cepa Oliveira aus Goldau, Schwyz besuchen das Integrations-Brücken-Angebot in Zug. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Liridona Imeri (links) und Juliana Cepa Oliveira aus Goldau, Schwyz besuchen das Integrations-Brücken-Angebot in Zug. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Liridona Imeri (17) aus Kosovo und Juliana Cepa Oliveira (15) aus Portugal haben einiges gemeinsam: Beide sind vor 10 Monaten in die Schweiz gekommen, beide leben in Goldau und beide besuchen das Integrations-Brückenangebot (IBA) in Zug, weil es im Kanton Schwyz kein vergleichbares Angebot gibt. Dort gehen sie mit zwei weiteren jungen Frauen aus Goldau und Einsiedeln, drei Jugendlichen aus Luzern und 50 Schülerinnen und Schülern aus Zug zur Schule.

Sie wollen Deutsch lernen und sich während einem oder zwei Jahren auf eine berufliche Ausbildung oder eine weiterführende Schule vorbereiten. Liridona und Juliana fühlen sich wohl an dieser Schule. Sie haben beide ein klares Ziel: Sich in die Gesellschaft hier einzugliedern. Sie haben auch schon genaue Vorstellungen, was sie werden wollen: Juliana sieht sich im Hotelfach, Liridona stellt sich eine Zukunft als Dentalassistentin vor.

Unterstützen und profitieren
Vom IBA in Zug machen Einwanderer zwischen 15 und 20 Jahren auch Rückkehrer mit Schweizer Pass, die nie Deutsch gelernt haben Gebrauch. Das Integrations-Brückenangebot existiert seit 17 Jahren. Geleitet wird es vom Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschümperlin. Wegen des grossen Erfolges und dass fast allen Schülern weitergeholfen werden kann, wünscht er sich auch im Kanton Schwyz ein solches Angebot. «In diesem Alter kann man noch sehr viel erreichen», sagt er. «Die zwei Jahre Unterstützung machen sich anschliessend ein Leben lang bezahlt. Schliesslich können wir von guten Arbeitskräften nur profitieren.» Hier ist ein Integrations-Brückenangebot im Moment aber kein Thema. «In den vergangenen Jahren sind nie mehr als drei bis vier Anträge dafür eingegangen», sagt Walter Bigler vom Amt für Berufsbildung. Erst seit Anfang 2007 existiert eine gesetzliche Grundlage, dass Schüler auf dieser Ebene ausserkantonal platziert werden können.

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.