BRUNNEN: Grosse Putzaktion unter Wasser

Am Samstag war Frühlingsputz angesagt im Brunner Föhnhafen. 22 freiwillige Helfer waren bei der Reinigungsaktion dabei. Seltsame Fundstücke sorgten für allgemeines Kopfschütteln.

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6 Taucher und 22 Helfer standen am Samstag im Einsatz. (Bild Nadia Reichlin)

6 Taucher und 22 Helfer standen am Samstag im Einsatz. (Bild Nadia Reichlin)

Am Samstagmorgen herrschte im Föhnhafen Brunnen reger Betrieb. Bei schönstem Wetter wurde eine Reinigungsaktion des Hafens durchgeführt.

Die Interessengemeinschaft Föhnhafen (IGF), bekannt als «Nüüi Schiffig» Brunnen, nahm sich gemeinsam mit dem Tauch- und Wassersportverein Brunnen (TaWaS) dieses «Frühlingsputzes» an. Finanziert wird die Aktion von der Gemeinde. «Ich kann mich nicht erinnern, wann der Hafen das letzte Mal gereinigt worden ist», sagt IGF-Präsident Josef Betschart. Als sich vor einiger Zeit ein Seil in einem Propeller eines Bootes verfangen hatte, wurde das vom IFG als Anlass genommen, den Hafen wieder einmal zu entrümpeln.

Viel Holz und Büchsen
Insgesamt standen 22 Helfer im Einsatz. Sechs Taucher vom TaWaS, darunter auch der Vereinspräsident Martin Fussen, durchkämmten den vier bis fünf Meter tiefen Föhnhafen nach Abfall. «Die Sicht ist besser, als ich erwartet hatte», sagt Taucher Marcel Bürgi aus Seedorf. Der grösste Teil seiner Ausbeute vom Grund sind Büchsen und Flaschen. Nebst diesem Müll wird überwiegend Schwemmgut aus dem Wasser geholt. «Das Holz wird von der Muota direkt in den Hafen getrieben», sagt Betschart.

Seltsame Fundstücke
Für andere Fundstücke im Föhnhafen findet der Präsident allerdings keine Erklärung. So zum Beispiel für das Lüftungsrohr, welches aus dem Wasser gefischt wurde. «Wie das hier reinkommt, ist mir ein Rätsel», meint er. Auch der gefundene Lastwagenreifen sorgt für allgemeines Kopfschütteln unter den Helfern. Nach zweieinhalb Stunden ist die Mulde gefüllt. «Die Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt», sagt Betschart. «Aber es wäre schöner, wenn wir nichts gefunden hätten.»

Nadia Reichlin/Neue SZ