BRUNNEN: Urmibergbahn stellt den Betrieb ein

Seit einem halben Jahrhundert führt eine Luftseilbahn auf den Brunner Hausberg, den Urmiberg. Alle Versuche, die Bahn zu retten, sind gescheitert. Ende Saison ist Schluss.

Merken
Drucken
Teilen
Die Bergbahn fährt von Ingenbohl-Brunnen auf den Urmiberg. (Archivbild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Die Bergbahn fährt von Ingenbohl-Brunnen auf den Urmiberg. (Archivbild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Seit 57 Jahren fährt die Pendelbahn von Brunnen auf den Urmiberg, Ende Oktober fährt sie zum letzten Mal: Die Luftseilbahn Brunnen-Urmiberg AG hat beim Kanton ein entsprechendes (Abbruch-) Gesuch eingereicht. «Rückbau Luftseilbahn und Seilbahnmasten», heisst es im soeben erschienenen Amtsblatt des Kantons.

Der Betrieb ist verschuldet und scheint nicht rentieren zu können. Die Bauten sind alt und die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig. Verschiedene Rettungsversuche, zuletzt ein 3,8-Millionen-Projekt, sind gescheitert. Ein solches Projekt hätte betriebswirtschaftlich niemals rentabel sein können, hiess es.

Der «Timpel» ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Gleitschirmflüge auf 1140 Metern über Meer, oberhalb von Ingenbohl-Brunnen. Die Besucherzahl ist jedoch extrem wetter- und saisonabhängig, zudem ist die Kapazität der Luftsteilbahn beschränkt: die zweispurige Pendelbahn transportiert pro Stunde 60 Personen. In vier Minuten überwindet die Bahn 702 Höhenmeter. Die Bahn bleibt gemäss Website noch bis Ende Oktober in Betrieb.

bell/rem