BRUNNEN: WM-Auftakt mit leichter Verzögerung

Auf dem Urnersee startete gestern die Ynglin-Segel-WM. Zuerst war jedoch Geduld gefragt. Dann kam er endlich: der Wind.

Irene Infanger
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52 Segelteams starteten gestern Vormittag zum ersten WM-Wettkampf auf dem Urnersee, wobei es mehrmals um die Bojen ging. (Bilder Irene Infanger)

52 Segelteams starteten gestern Vormittag zum ersten WM-Wettkampf auf dem Urnersee, wobei es mehrmals um die Bojen ging. (Bilder Irene Infanger)

Ruhig war es, gestern um zirka 10 Uhr bei der Hafenanlage Marina Fallenbach in Brunnen. Von Wind war hier nichts zu spüren. Und auch auf dem Urnersee herrschten kaum windige Verhältnisse. So hiess es Geduld haben am ersten Wettkampftag der Segel-Weltmeisterschaft der Bootsklasse Ynglin. Zeit für die 52 Seglerteams aus der ganzen Welt, ihren Segelbooten den letzten Schliff zu geben, wie etwa das richtige Einstellen der Segel auf die zu erwartenden Winde. «Einige machen dies etwas genauer als andere», weiss Jürg Wenger von der Ynglin-Yacht «quattrocentocinquantaquattro». Er ist einer der rund 150 Segler, die am gestrigen Tag in See stachen und um den Weltmeistertitel kämpften. «Unser Ziel ist es, uns im mittleren Drittel zu klassieren. Das ist aber nur eine Hoffnung», sagt der Berner mit einem Lächeln. «Für uns zählt die Freude am Segeln und das Dabei- sein.» Wenger und seine beiden Segelkameraden Gitte Hagedorn und Peter Kupferschmied waren letztes Jahr bereits an der WM in Sydney (Australien) dabei. «Das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Hier hat es kaum Verkehr auf dem See, im Vergleich zu Sydney, wo es sehr viele Frachtschiffe hat», so Jürg Wenger. Auf dem Urnersee herrschen aber Top-Verhältnisse, betont der Segler. Und natürlich sei eine solche WM ein besonderes Heimspiel.

Teams aus Australien, Österreich und der Schweiz (v.l.n.r.) messen sich auf dem Urnersee. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)
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Warten auf den Wind: die Ynglin-Yachten noch im Hafen. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Die Segler verlassen den Hafen. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Peter Kupferschmied, Gitte Hagedorn und Jürg Wenger machen sich auf der «quattrocentocinquentaquattro» auf zum Rennen. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Noch herrscht ruhige See, die Segler auf der Fahrt auf den Urnersee. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Kurz vor dem Start. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Montagmorgen: Der Wettkampf beginnt, von der Höhe Sisikon in Richtung Brunnen. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Das Startschiff zieht einige Segler in den Urnersee. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
An dieser Flagge orientieren sich die Segler, wann es los geht. Im Moment herrscht noch Abwarten auf die richtigen Windverhältnisse. Klar ist: es geht auf den Urnersee (U). (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Alle wollen um die erste Boje fahren. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Der Rennleiter überwacht den Wind und entschied, wann der beste Moment zum Starten ist. (Bild: Irene Infanger / Neue SZ)
Segelteams aus Australien, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden messen sich am Montag an der ersten Regatta. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)
Bild: Keystone / Sigi Tischler
Bild: Keystone / Sigi Tischler
Die Segelteams, darunter Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, messen sich während der ersten Regatta der Segel-WM. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)
Die Teilnehmer beim Kopf-an-Kopf-Rennen. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Teams aus Australien, Österreich und der Schweiz (v.l.n.r.) messen sich auf dem Urnersee. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Fehlstart zu Beginn

Kurz vor dem Mittag geht es dann los. Die Winde nehmen zu, alle startenden Teams machen sich von der Marina Fallenbach auf zum Urnersee, auf Höhe Sisikon. Vom Startschiff aus misst der Rennleiter die Winde und entscheidet schliesslich, wann die besten Windverhältnisse für einen Start sind. «Der Kurs wird erst kurz vor dem Start gesetzt», erklärt Alfred Fetscherin, Medienverantwortlicher dieser WM. Dann plötzlich herrscht Hektik: Mehrmals ertönt vom Startschiff eine Hupe und zeigt damit den Countdown zum Start an. Jeder will nun den besten Platz vor der Startlinie erhaschen. Und dann gehts los, doch zu früh. Ein zweiter Start muss her. Dann klappt es, und die 52 Teams fahren alle miteinander los. Natürlich jeder auf der Suche nach dem besten Wind.

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