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BÜRGERRECHT: Kosten für Einbürgerungen im Kanton Schwyz divergieren stark

Wer sich im Kanton Schwyz einbürgern lassen will, bezahlt je nach Gemeinde unterschiedlich viel für den Erhalt des Schweizer Passes. Unterschiede gibt es auch bei der Prüfung der Grundkenntnisse, wie die Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation zeigt.
Der Nidwaldner Regierungsrat will wissen, ob weiterhin die Gemeindeversammlung und das Kantonsparlament für Einbürgerungen zuständig sein sollen. (Bild: Keystone / Christian Beutler)

Der Nidwaldner Regierungsrat will wissen, ob weiterhin die Gemeindeversammlung und das Kantonsparlament für Einbürgerungen zuständig sein sollen. (Bild: Keystone / Christian Beutler)

Einbürgerungswillige müssen neben der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung und dem Schwyzer Kantonsbürgerrecht auch das Bürgerrecht einer schwyzerischen Gemeinde erhalten. Und bei letzteren unterscheiden sich nicht nur die Prozeduren, auch die Kosten gehen weit auseinander.

So beträgt der günstigste Gebührentarif für ein Ehepaar mit zwei minderjährigen Kindern in Innerthal SZ 2750 Franken, wie aus einer Auflistung des Regierungsrats hervorgeht, die er am Dienstag veröffentlichte. Bei diesem Betrag handle es sich allerdings um eine Annahme, die einst so festgesetzt worden sei. Doch man habe seit rund 30 Jahren keine Einbürgerung gehabt, heisst es bei der Gemeinde auf Anfrage.

Mit 5700 Franken steht Ingenbohl SZ am teuersten da. Der Betrag basiere auf Erfahrungswerten und sei von Gemeinde und Regierungsrat abgesegnet, heisst es bei der Behörde. Man habe überdies mit zwei bis drei Einbürgerungsgesuchen pro Monat relativ viele Fälle, was personelle Ressourcen binde, die mit dem Geld bezahlt würden. Die Zahl der Gesuche sei in den letzten Jahren in etwa gleich geblieben. Sie würden aber schneller abgewickelt.

Bei den Gebühren handelt es sich um die total erhobenen Kosten bis und mit zustimmendem Entscheid zum Einbürgerungsgesuch. Auch bei den Einzelpersonen gehen die Beträge auseinander - von 2150 bis 4300 Franken. Dem Kanton müssen Einbürgerungswillige gemäss den Gebührenansätzen im Regelfall 700 Franken respektive 500 Franken abliefern.

Prüfung der Grundkenntnisse

Wer das Schweizer Bürgerrecht erhalten will, muss eine Prüfung der gesellschaftlichen und politischen Grundkenntnisse bestehen. Dafür gibt es laut dem Schwyzer Regierungsrat zwei Wege: Entweder prüft die Einbürgerungsbehörde der Gemeinde die Grundkenntnisse bei einer persönlichen Anhörung, oder sie verpflichtet die Gesuchsteller, auf eigene Kosten bei einer anerkannten Bildungseinrichtung eine Prüfung über die Grundkenntnisse abzulegen.

Mit letzterem begnügen sich vier Schwyzer Gemeinden. Zehn Gemeinden überprüfen die Kenntnisse persönlich. Und 14 Gemeinden verlangen beides.

Für den Nachweis der mündlichen Deutschkenntnisse verlangt der Kanton Schwyz das Referenzniveau B2 - und stellt laut Interpellation damit höhere Anforderungen als die Nachbarkantone. Dies hätten Gemeinden und Parteien anlässlich der Anhörung zur Kantonalen Bürgerrechtsverordnung so verlangt, schreibt der Regierungsrat. (sda)

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