Bund erklärt 28 Seilbahnen zu Denkmälern

In einem neuen Inventar sind historisch wertvolle Seilbahnen aufgelistet. Über die Publicity freuen sich nicht alle Betreiber gleichermassen.

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Originalgetreu restauriert: die Standseilbahn Stans-Kälti. (Bild: PD)

Originalgetreu restauriert: die Standseilbahn Stans-Kälti. (Bild: PD)

«Standseilbahnen, Umlaufbahnen oder Skilifte können technische Denkmäler sein», schreibt das Bundesamt für Kultur. Es veröffentlichte dieser Tage erstmals ein Seilbahninventar. Dieses beschreibt den denkmalpflegerischen Wert der Seilbahnen in der Schweiz. Von den etwa 3000 Anlagen wurden 129 «aufgrund ihrer besonderen kulturhistorischen und/oder technischen Bedeutung ins Inventar aufgenommen», schreibt das Bundesamt. Davon befinden sich 28 in der Zentralschweiz. Rund der Hälfte der 129 Seilbahnen wurde nationale Bedeutung zugesprochen.

In dieser höheren Kategorie figuriert etwa die 1893 erbaute Standseilbahn von Stans ins Kälti, von wo aus man per Luftseilbahn aufs Stanserhorn gelangt. Es handle sich dabei um eine «technikgeschichtlich bedeutende» Anlage, die nach denkmalpflegerischen Standards «mustergültig» unterhalten werde.

Ebenfalls als national bedeutsam wird im Bundesinventar der 1950 erbaute Skilift Herrenboden–Bärenfang am Hochstuckli eingestuft. Pirmin Moser, Verwaltungsrat der Sattel-Hochstuckli AG, sagt dazu: «Wir überlegten uns schon, ob wir das hohe Alter des Bärenfang-Lifts vermarkten sollten. Wir verzichteten aber darauf. Nicht für alle Gäste ist es reizvoll, auf dem weit und breit ältesten Skilift zu fahren.»

s./scd

Den ausführlichen Artikel und die Liste der Seilbahnen aus der Zentralschweiz, die ins Inventar aufgenommen werden, finden Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.