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BUNDESGERICHT: Gefängnis für Kinderschänder

Ein Vater hat seinen Sohn jahrlang sexuell missbraucht. Nun kommt er für 3 Jahre und 9 Monate hinter Gitter.
Innenansicht des Gefängnis in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann / LZ)

Innenansicht des Gefängnis in Stans. (Bild: Corinne Glanzmann / LZ)

Das Leben des Knaben aus dem Kanton Schwyz muss ein Martyrium gewesen sein. Im Alter zwischen 10 und 13 Jahren, teilweise schon früher, wurde der Knabe von seinem eigenen Vater immer wieder sexuell missbraucht. Die Übergriffe hatten im Elternbett in Gegenwart der Ehefrau begonnen, als der Knabe 8 Jahre alt war. Später missbrauchte der heute 59-jährige Vater seinen Sohn im Kinderzimmer. Der Wüstling wartete jeweils, bis die Ehefrau das Haus verlassen hatte.

Der Knabe hatte die sexuellen Handlungen klar abgelehnt, hoffte jedoch auf ein besseres Verhältnis zu seinem Vater. Er erduldete die Übergriffe aufgrund des vom Vater ausgehenden psychischen Druckes. Jahre nach den Übergriffen, die ab 1998 und insbesondere zwischen 2000 und 2002 stattgefunden hatten, reichte das Opfer Strafanzeige ein.

Kantonsgericht reduzierte die Strafe

Das Strafgericht Schwyz verurteilte den Wüstling im Mai 2015 wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind, wegen sexueller Nötigung und wegen Pornografie zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren. Später reduzierte das Schwyzer Kantonsgericht die Strafe auf 3 Jahre und 9 Monate, weil es den Mann vom Vorwurf der Pornografie freisprach. Zudem muss der Vater seinem Sohn eine Genugtuung von 20000 Franken bezahlen.

Der Verurteilte akzeptierte den Entscheid nicht und rief das Bundesgericht an. Dort forderte er, er sei vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freizusprechen. Das Bundesgericht hat die Beschwerde nun vollumfänglich abgewiesen. Ohne Erfolg blieb auch der Einwand, die Strafe sei zu hoch ausgefallen. So machte der Vater unter anderem geltend, er habe aufgrund eines Vorfalls vom 25. Juni 2014 bereits Busse getan. Damals hatte der Sohn seinen Vater gezwungen, den Oberkörper freizumachen, und ihm mit einem schwarzen Filzstift «Ich bin ein pädophiler Kinderschänder» auf den Rücken geschrieben. Anschliessend jagte der Sohn den Vater durch das Dorf. Das Schwyzer Kantons­gericht habe diesen Vorfall als leicht strafmindernd berücksichtigt und damit korrekt geurteilt, meint das Bundesgericht. (tzi)

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