BUNDESPARLAMENTARIER UND STROMMARKTGESETZ: Fast alle waren damals dafür

Wenn der Strom bald teurer wird, so hat dies auch mit den Schwyzer Bundesparlamen­tariern zu tun. 2007 stimmten sie fast alle einem entsprechenden Gesetz zu.

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Hochspannungsmasten im Felderboden bei Brunnen. Ein sichtbares Zeichen für Strom. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Hochspannungsmasten im Felderboden bei Brunnen. Ein sichtbares Zeichen für Strom. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die Elektrizitätswerke begründen ihre zum Teil massiven Strompreiserhöhungen mit dem neuen Stromversorgungsgesetz des Bundes. Es wurde im März 2007 vom Ständerat einstimmig gutgeheissen, also auch von den beiden Schwyzer Ständeräten Kuprecht und Frick. Im Nationalrat stimmten Peter Föhn (SVP) und Reto Wehrli (CVP) ebenfalls zu. SP-Nationalrätin Josy Gyr war abwesend, SVP-Nationalrat Pirmin Schwander stimmte als einziger Schwyzer im Parlament Nein.

Netzgesellschaft, erneuerbare Energien und Konzessionen
«Wenn jetzt über höhere Strompreise gejammert wird, stört mich dies», sagt Schwander. «Dabei wusste man schon beim Erlass dieses Gesetzes, dass die Preise steigen werden.» Es sei von Anfang an klar gewesen, dass der Aufbau einer nationalen Netzgesellschaft und die Förderung erneuerbarer Energien halt etwas kosten würden. Auch Bruno Frick sagt: «Dass Strompreiserhöhungen kommen, wusste man schon lange. Aber ohne das neue Gesetz könnten die Preiserhöhungen noch höher ausfallen.»

Peter Föhn äussert wenig Verständnis für die zum Teil hohen Aufschläge, die bei gewissen Kraftwerken bis zu einem Viertel gehen. In diesem Vergleich kommt das Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz (EBS) mit seinem Aufschlag um etwa 5 Prozent gut weg. Föhn hofft, dass die Preisberechnungen für das Leitungsnetz nochmals überprüft werden.

Das Stromversorgungsgesetz sei entstanden, weil die Schweiz bei der Stromversorgung ins umliegende Europa eingebettet sei, sagt Reto Wehrli. «Die Schweiz musste Konzessionen ans Ausland machen. Zudem wird Energie generell teurer.» Was ihn im Moment störe, sei der Umstand, wie die Elektrizitätswerke praktisch einhellig die Preise erhöhten, wenn doch Absprachen eigentlich nicht erlaubt wären.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.