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CABRIOS: Wenn das Herz den Verstand besiegt

Mit offenem Verdeck unter dem freien Himmel: Das ist die Vorstellung von purem Fahrspass. Und doch will der Kauf eines Cabrios gut überlegt sein.
Jil Lüscher und Arno Renggli
Von eher günstig bis teuer, Beispiele neuer Cabrios: Mazda MX5 (oben links, ab Fr. 29 900), VW Golf Karmann (unten links, ab Fr. 32 200), Audi S3 (oben rechts, ab Fr. 66 750), und Porsche 911 Targa (unten rechts, ab Fr. 166 500). (Bilder PD)

Von eher günstig bis teuer, Beispiele neuer Cabrios: Mazda MX5 (oben links, ab Fr. 29 900), VW Golf Karmann (unten links, ab Fr. 32 200), Audi S3 (oben rechts, ab Fr. 66 750), und Porsche 911 Targa (unten rechts, ab Fr. 166 500). (Bilder PD)

Gehören Sie auch zu den Leuten, die immer mal dem Gedanken nachhängen, wie toll doch ein Cabrio wäre? Dann sind Sie mit Sicherheit nicht allein, vor allem im Frühjahr nicht.

Doch dann meldet sich jeweils rasch die Vernunft und zählt die bekannten Nachteile eines Cabrios auf: wenig Kofferraumplatz im Verhältnis zur Wagenlänge, eher spartanische hintere Sitzreihe, falls überhaupt vorhanden, eher hoher Verbrauch wegen suboptimaler Aerodynamik bei offenem Verdeck. Und wehe, man vergisst mal, nach dem Parkieren das Verdeck zu schliessen. Ob ein Platzregen oder ein Gelegenheitsdiebstahl: Beides kann zum Albtraum werden. Kommt hinzu, dass in unseren Breiten im Gegensatz zu mediterranen Regionen die Zahl der Sonnentage den Kauf eines Cabrios kaum rechtfertigt.

Neue Technik erhöht Nutzbarkeit

Cabrio-Fans werden einwenden, dass offen fahren nicht auf sonnige Sommertage beschränkt sein muss. Auch eine Fahrt unter freiem Sternenhimmel in einer lauen Nacht kann reizvoll sein. Zudem gibt es Neuheiten wie etwa Warmluftzufuhr aus den Kopfstützen wie beim neuen BMW 4er-Cabrio oder effiziente Windschotten, kombiniert mit ausgeklügelter Aerodynamik (Beispiel Jaguar F-Type), damit auch kühle Tage kein Hindernis mehr sind.

Trotz oder gerade wegen solcher Möglichkeiten muss sich der potenzielle Cabrio-Käufer (oder die -Käuferin, denn viele Cabrios gelten als typische Frauenautos) einige Fragen stellen:

  • Nutze ich das Fahrzeug nicht nur zum Spass, und ist allenfalls auch Platz für Mitfahrer und Material ein Thema? Einzelne Cabrio-Modelle wie der Opel Cascada mit 380 Litern bieten schon etwas mehr Kofferraum und sehr viel Sitzkomfort auch hinten. Aber zu einem Kombi oder einem Minivan sind es platzmässig immer noch Welten.
  • Stoffdach oder Hardtop: Für Puristen ist immer noch das Stoffdach, das neue Modelle wie der Alfa Romeo 4C Spider, der Opel Cascada oder der VW Golf Karmann aufweisen, das einzig Wahre.Das Aluminiumdach wie beim 4er-BWM ist die pragmatischere Lösung, wobei Stoffversionen punkto Allwettertauglichkeit und Geräuschreduktion klar zugelegt haben. Für manche Fahrer ist von Interesse, wie rasch und beiwelchem Fahrtempo das Verdeck geöffnet werden kann. Beim neuen Audi S3 Cabriolet etwa dauert der Vorgang 18 Sekunden und kann bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h getätigt werden.
  • Wie erwähnt, haben Cabrios bei offenem Verdeck einen aerodynamischen Nachteil beim Verbrauch. Die einen Modellewie der Mazda MX5 mit seinem fast unveränderten Look oder der Chevrolet Camaroordnen dies dem Look unter. Andere wie der Opel Cascada oder der 4er-BMW richten ihr Design eher auch auf diesen Aspekt aus.
  • Das Äussere bleibt Geschmacksache. Im Trend gibt es zwei Strömungen: Modelle mit sehr klassischen Looks wie denVW Golf Karmann oder denAlfa Romeo 4C Spider, die eine Retro-Atmosphäre verströmen. Oder moderne Designs, die eher pragmatisch geprägt sind wie beim Audi S3 oder beim BMW 4er.

Neu oder auf Schnäppchen hoffen?

Alle diese Entscheide machen den Kauf eines Cabrios nicht ganz einfach. Und auch aus praktischen Überlegungen sind die Cabrioverkäufe in den letzten Jahrzehnten eher zurückgegangen. 2012 etwa wurden noch gut 6000 Wagen verkauft, was einem Marktanteil von 1,8 Prozent entspricht, zehn Jahre zuvor waren es rund 13 500 (4,6 Prozent).

Das mag auch mit dem boomenden Occasionsmarkt zusammenhängen. Autoscout.ch als grösser Schweizer Onlineverkäufer hat derzeit fast 10 000 Cabrios im Angebot. Und so hat der potenzielle Cabriofahrer nebst grundsätzlichen Überlegungen auch die Wahl zwischen den neusten Modellen und der hoffnungsfrohen Schnäppchenjagd.

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