CERVELAT: Urner Metzger wollen weiter wursten

Es geht um die Wurst. Oder besser: um ihre Haut. Die Auswirkungen des Importverbots für brasilianische Rinderdärme werden langsam spürbar, die Wursthäute drohen schon bald auszugehen. Doch so schnell geben die Urner Metzger nicht auf.

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Ihm ist der Cervelat nicht wurst: Der Altdorfer Metzger Melk Bütler. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Ihm ist der Cervelat nicht wurst: Der Altdorfer Metzger Melk Bütler. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Die ganze Nation plagt sich momentan mit bangen Fragen. Wie geht es weiter mit dem Cervelat, der liebsten und schweizerischsten all unserer Würste? Was werfen wir im Sommer auf den Grill, wenn es den Cervelat nicht mehr geben sollte? Und was packen wir in den Wander-Rucksack?

Wurst in aller Munde
Auch in den Urner Metzgereien sind Ängste spürbar: «Im Moment reden alle von der Cervelat-Haut, das Thema ist in aller Munde», sagt der Andermatter Metzger und alt Gemeindepräsident Ferdi Muheim. Von einem Importverbot wäre in seiner Metzgerei nicht nur der Cervelat betroffen: Auch die Urner Sied- und Hauswürste sind im Rinderdarm eingepackt.

Auch Melk Bütler stellt fest, dass man sich um die Zukunft der Wurst sorgt: «Ein Kunde fragte kürzlich: Muss ich meine Cervelats nun auf Vorrat einfrieren?», erzählt der Inhaber der Metzgerei Planzer in Altdorf.
Vertrauen in Cervelat-Lobby

Doch halt! Alles halb so wild, sagen die Urner Metzger. Der Cervelat hat eine Zukunft, sind sie überzeugt. «Es wird eine Lösung geben, ganz sicher», sagt etwa Max Furrer, Metzger in Seedorf. Nicht nur Furrer weiss: Eine Schweiz ohne Cervelat, das geht einfach nicht.

Philipp Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.