Corona-Lockerungen
Luzerner Regierung will Aussenbereiche von Restaurants bereits am 1. März öffnen

Die Luzerner Regierung steht hinter einer schweizweit einheitlichen und schrittweisen Lockerung der Coronamassnahmen. Bei den Restaurants verlangt sie jedoch einen rascheren Fahrplan.

Lukas Nussbaumer
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Die Gastronomie ist von den Auswirkungen des Coronavirus besonders betroffen.

Die Gastronomie ist von den Auswirkungen des Coronavirus besonders betroffen.

Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 18. April 2020)

Am Mittwoch will der Bundesrat präsentieren, wie er sich die Lockerung der geltenden Coronamassnahmen vorstellt – nach einer Vernehmlassung bei den Kantonen. Die Luzerner Regierung zeigt sich mit dem Vorschlag, die Einschränkungen schrittweise aufzuheben, einverstanden. Auch sei ein landesweit einheitliches Vorgehen anzustreben, so die Luzerner Exekutive in ihrer am Montagmorgen veröffentlichten Stellungnahme. Das Virus mache nicht Halt vor den Kantonsgrenzen, wird Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf in der Mitteilung zitiert.

Bei den Restaurants ist die Luzerner Behörde jedoch anderer Meinung als die Landesregierung, die Beizen bis Ende März geschlossen lassen möchte. Mindestens die Aussenbereiche sollen ab dem 1. März geöffnet werden dürfen, schreibt die Regierung dem Bundesrat. Denn so könne man – gerade in Skigebieten - verhindern, dass sich die Gäste rund um Take-Away-Angebote ansammeln und anschliessend ungeordnet niederlassen würden. «Wir sind daher der Meinung, dass die Öffnung der Aussenbereiche der Restaurants die Ausbreitung des Virus sogar eindämmen kann», so Graf. Die Regierung fordert ausserdem, dass die Restaurants so rasch als möglich vollständig öffnen dürfen, sofern dies die epidemiologische Lage zulässt.

Schwere Krankheitsverläufe sollen stärker berücksichtigt werden.

Bei der Planung der weiteren Lockerungsschritte möchte die Luzerner Regierung die Zahl der schweren Krankheitsverläufe stärker berücksichtigen. Wenn in Zukunft wie vom Bund gefordert mehr getestet werde, würden die Fallzahlen steigen und zu einer höheren Inzidenz führen. Dies bedeute aber nicht automatisch auch eine Verschlechterung der epidemiologischen Lage. Entscheidend sei vielmehr, wie viele schwere Krankheitsverläufe das Gesundheitssystem belasten und die Sterblichkeit beeinflussen würden, schreibt Guido Graf.