CS-Studie: In Uri lebt es sich am günstigsten

Tiefe Steuern und moderate Wohnkosten: Laut einer Studie der Credit Suisse ist Uri der Kanton mit der höchsten finanziellen Wohnattraktivität in der Schweiz. Zu den Aufsteigern gehört auch Luzern.

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Frei verfügbares Einkommen in den Schweizer Gemeinden. (Bild: PD)

Frei verfügbares Einkommen in den Schweizer Gemeinden. (Bild: PD)

Die Studie «Wohnen und Pendeln: Wo lebt sich's am günstigsten? Das verfügbare Einkommen in der Schweiz» der Grossbank Credit Suisse zeigt auf, in welchen Kantonen der Schweiz die finanzielle Wohnattraktivität am höchsten ist - das heisst, wo nach Abzug der Fixkosten durchschnittlich das höchste frei verfügbare Einkommen übrig bleibt. Die Studie richtet sich an Haushalten des breiten Mittelstandes aus.

Frei verfügbares Einkommen pro Kanton. (Bild: PD)

Frei verfügbares Einkommen pro Kanton. (Bild: PD)

Der Kanton Uri belegt dabei neu den ersten Rang. Die Verfasser begründen den Spitzenplatz mit der tiefen Steuerbelastung und den moderaten Krankenversicherungsprämien. Auch die Wohnkosten liegen deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt. Gleichzeitig macht Uri gegenüber der Studie von 2008 den grössten Sprung. Damals war der Kanton noch auf Rang 11.

Ebenfalls zugute gehalten wird, dass das ÖV-Angebot im Kanton Uri das Pendeln in die Zentren Luzern, Zug und Zürich fördert und zu tragbaren Bedingungen zu finanzieren sei. Die Pendlerkosten können zudem zu guten Konditionen von den Steuern abgesetzt werden (sowohl mit ÖV als auch mit PW). Dies scheint allgemein ein Rezept zum Sparen zu sein: Trotz Pendeln lebt es sich in Agglomerationen und Gebieten mit guten ÖV-Anschlüssen günstiger als in den Zentren. In die Kantons-Rangliste floss dieser Faktor aber nicht mit ein.

Zentralschweizer Kantone im Mittelfeld

Mit Obwalden hat ein zweiter Zentralschweizer Kanton einen Spitzenplatz erreicht. Er liegt auf Rang vier. Nidwalden (9), Schwyz (11) und Luzern (13) liegen im Mittelfeld. Luzern hat gegenüber der Studie 2008 vier Plätze gut gemacht und gehört damit zu den Aufsteigern. Obwalden war 2008 noch auf Rang zwei und Schwyz auf Rang sechs. Nidwalden konnte seinen Platz halten.

Frei verfügbares Einkommen in den Schweizer Gemeinden. (Bild: PD)

Frei verfügbares Einkommen in den Schweizer Gemeinden. (Bild: PD)

Zug liegt mit Platz 19 (2008: 18) eher im hinteren Teil der Rangliste. Im Kanton Zug ist also das frei verfügbare Einkommen für Mittelstands-Haushalte laut der Studie im Zentralschweizer-Vergleich am kleinsten. Aber auch Zug liegt noch knapp über dem Schweizer Durchschnitt. Erklärt wird der schlechte Platz von Zug in der Studie wie folgt: Während die Zuger Haushalte die mit Abstand geringsten obligatorischen Abgaben entrichten müssen, schlagen sich hohe Fixkosten in den Budgets nieder.

pd/bep

Die ganze Studie online