DARGEBOTENE HAND: 1000 Anrufe mehr beim Sorgentelefon

Das Sorgentelefon 143 hat im vergangenen Jahr in der Zentralschweiz 1000 Mal öfter geklingelt als im Vorjahr. Insgesamt gingen über 13'000 Anrufe ein. Der häufigste Grund für die Hilferufe waren psychische Leiden.

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Bei der Dargebotenen Hand registriete man 1000 Anrufe mehr als im Vorjahr. (Symbolbild / Neue LZ)

Bei der Dargebotenen Hand registriete man 1000 Anrufe mehr als im Vorjahr. (Symbolbild / Neue LZ)

Die Zahl der Beratungsgespräche bei dem von den Landeskirchen getragenen telefonischen Hilfsangebot «Die Dargebotene Hand» Zentralschweiz stieg von 9'742 auf 10'321. Das verdeutliche die Notwendigkeit der niederschwelligen Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen, teilte die Dargebotene Hand Zentralschweiz am Mittwoch mit.

Pro Tag wird die Hotline im Schnitt 38 Mal angerufen. Der überwiegende Teil der Hilfesuchenden ist zwischen 40 und 64 Jahren alt. 83 Prozent sind Frauen. Neben Beratungen am Telefon im 24-Stunden-Betrieb bietet die Dargebotene Hand auch Hilfe via Chat (www.143.ch) oder Facebook an.Die Problemkreise hätten sich in den vergangenen Jahren verändert. Über 27 Prozent der Anrufenden würden an psychischen Störungen leiden. 26,5 Prozent hätten Probleme mit der Alltagsbewältigung. Die Zahl der Anrufe wegen Einsamkeit sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Verein mit 39 freiwilligen Mitarbeitenden kämpft mit einem Rückgang an Spenden und Beiträgen. Im vergangenen Jahr resultierte ein Verlust von 27'000 Franken. Die Dargebotene Hand Zentralschweiz will deshalb in den kommenden Jahren Kantone und Gemeinden vermehrt in die Pflicht nehmen.

sda