Das erste Mal auf der Liste der Weltkulturerbe

Die Unesco hat 56 Schweizer Pfahlbausiedlungen ins Weltkulturerbe aufgenommen. Die Zentralschweiz ist auch mit Fundorten vertreten - und zum ersten Mal überhaupt auf dieser Liste.

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Tauchgrabungen wie hier in Cham bringen wichtige Erkenntnisse über die Pfahlbauten ans Tageslicht. (Bild: PD)

Tauchgrabungen wie hier in Cham bringen wichtige Erkenntnisse über die Pfahlbauten ans Tageslicht. (Bild: PD)

Von ihren Dörfern sind nur noch archäologische Bruchstücke übrig - doch die Pfahlbauer, die vor Jahrtausenden in der Schweiz lebten, faszinieren noch immer. 111 Fundstätten im ganzen Alpenraum sind gestern von der Unesco in Paris als Weltkulturerbe anerkannt worden. 56 der Fundstellen befinden sich in der Schweiz, die damit ihr elftes Weltkulturerbe erhält.

Für die Zentralschweiz bedeutet die Anerkennung der Pfahlbaudörfer gar das erste Weltkulturerbe überhaupt. Folgende Fundstellen gehören dazu:

• Egolzwil (LU)
• Hitzkirch/Seematte (LU)
• Sursee/Halbinsel (LU)
• Kehrsiten/Vierwaldstättersee (NW)
• Zug/Oterswil/Insel Eielen
• Zug Riedmatt
• Zug Sumpf
• Beinwil am See (AG)
• Hurden/Zürichsee (SZ)

Die Federführung bei der transnationalen Kandidatur lag beim Bundesamt für Kultur (BAK). Es wird an einer Medienkonferenz am 7. Juli darüber informieren, welche Auswirkungen die Aufnahme auf die Welterbeliste hat und wie man die Pfahlbaudörfer stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken will.

red/ks