Das Regenwetter bleibt – Hochwassergefahr?

Viel Wasser: Das Luzerner Reusswehr steht erstmals ganz offen. Aufgrund der Wetterkapriolen mussten auch Pässe gesperrt werden.

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Wegen dem hohen Wasserstand im Vierwaldstättersee ist das Reusswehr vollständig geöffnet. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Wegen dem hohen Wasserstand im Vierwaldstättersee ist das Reusswehr vollständig geöffnet. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Nach der Hitzewelle nun der Dauerregen. Für das schlechte Wetter sei ein Tief verantwortlich, das sich über England «festgenagelt» habe, sagt Christophe Voisard von Meteo Schweiz. «Soweit wir das Wetter vorhersagen können, ist keine Besserung in Sicht.» Vor allem ab Donnerstag müsse vermehrt mit Regenschauern gerechnet werden.

Mit dem Niederschlag steigt auch die Erdrutschgefahr. Der Furka- und der Susten-Pass mussten am Montag gesperrt werden. Wie Josef Zwyer, Abteilungsleiter Betrieb Urner Kantonsstrassen mitteilt, haben die Bäche aufgrund des starken Niederschlags Steine und Geröll auf die Strassen geschwemmt. Während der Sustenpass bereits am Montagnachmittag wieder befahrbar war, wird der Furka-Pass voraussichtlich am Dienstag um 11 Uhr wieder eröffnet.

Der Pegel der kleinen Emme in Reussbühl ist innert zwei Tagen um zirka 60 Zentimeter auf 431,8 Meter über Meer angestiegen (Stand Montag). Gemäss Albin Schmidhauser, Abteilungsleiter Naturgefahren bei der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern, ist die Hochwassergefahr gering. Es sei jedoch nicht auszuschliessen, dass die Gefahr in den nächsten Tagen steigen könnte.

Und auch der Pegel des Vierwaldstättersees sei mit 433,9 Meter über Meer dank des geringen Zuflusses an Schmelzwasser nicht besorgniserregend. Dennoch: Zwei der drei Wehrorgane des neuen Reusswehrs sind heuer seit der Inbetriebnahme im Mai 2011 zum ersten Mal komplett geöffnet.

Aleksandra Mladenovic

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