DAVOS/BERN: Experten warnen vor Schneelawinen

Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) warnt vor dem Anstieg der Lawinengefahr im Tagesverlauf. Die Gefahr von Nassschneelawinen erreiche verbreitet die Stufe erheblich.

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(Archivbild Sven Gallinelli/Neue LZ)

(Archivbild Sven Gallinelli/Neue LZ)

Am zentralen Alpensüdhang werde die Stufe mässig erreicht, heisst es im Lawinenbulletin vom Donnerstag. Unterhalb von etwa 2400 Metern seien vor allem aus besonnten Steilhängen kleine und mittlere Nassschneelawinen zu erwarten. Vereinzelt könnten sich auch grössere spontane Lawinen entladen, auch aus Nordhängen. Die Aktivität von Gleitschneelawinen nehme ebenfalls zu. Sie könnten zu jeder Zeit abgehen, warnt das SLF. Für das Wochenende herrschen laut Institut nach klaren Nächten am Morgen verbreitet günstige Tourenverhältnisse. Danach steige die Gefahr von Nassschneelawinen im Tagesverlauf aber jeweils rasch wieder an.

Trotz hoher Schneemengen besteht zudem laut den Bundesbehörden zurzeit keine Hochwassergefahr. Zwar seien die Schneemengen in den Bergen sowie der Wassergehalt dieses Schnees überdurchschnittlich hoch, doch die neuesten Wetterprognosen und Abflussvorhersagen deuteten nicht auf ein Hochwasser hin, gaben das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt für Meteorologie (MeteoSchweiz) und das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) am Donnerstag bekannt.

ap