Der Beginn der Skisaison ist gerettet

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben den Start in die Skisaison gerettet. Weit verbreitet sind in höheren Lagen bisher zwischen 20 und 30 Zentimeter Schnee gefallen. Bis Ende Woche rechnet MetoSchweiz mit 70 Zentimetern.

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Die Sky-Cam zeigt die Pistenpräparation am Gurschen oberhalb von Andermatt. (Bild: zvg)

Die Sky-Cam zeigt die Pistenpräparation am Gurschen oberhalb von Andermatt. (Bild: zvg)

Die weisse Pracht hat lange auf sich warten lassen und hätte pünktlicher zum Beginn der Skisaison nicht kommen können. Für einige Skigebiete kommt er allerdings schon fast zu spät.

In Andermatt fielen 30 Zentimeter Neuschnee, und auch im Ort auf 1444 Metern sind 15 Zentimeter Schnee liegengeblieben. Der Pistenbetrieb ist dort zurzeit auf Gurschenalp geöffnet. Auf dem Titlis waren am Mittwoch alle Anlagen geschlossen, dies wegen dem starken Sturm. Am Wochenende könnten zudem je nach Schneelage weitere Wintersportgebiete in der Zentralschweiz ihren Betrieb aufnehmen.

Château d'Oex (VD) verschiebt die Saisoneröffnung um eine Woche auf Heiligabend, wie Maxime Chabloz vom Tourismusbüro auf Anfrage sagte.

Für die Meiringen-Hasliberg-Bahnen im Berner Oberland steht noch in den Sternen, ob die Pisten wie geplant am Samstag frei gegeben werden können. Es habe noch zu wenig Schnee, um die Pisten zu präparieren, sagte Direktor Hans Beeri auf Anfrage. Nun hoffe man noch auf den versprochenen Schnee oder zumindest Kälte, um selbst schneien zu können.

Dank des Schnees können aber die Bergbahnen Flumserberge (SG) endlich die Saison eröffnen. Gemäss Wintersportbericht von MySwitzerland.com hätte die Saison bereits Ende November beginnen sollen. Wie die Bergbahnen am Mittwoch nun mitteilten, wurde auf 1375 Metern Höhe 45 Zentimeter Schnee gemessen. Ab Samstag sind die Pisten frei.

Verwöhntes Wallis

Das Skigebiet Grimentz im Kanton Wallis hingegen wirft seine Bahnen eine Woche früher als geplant an. Der Saisonstart erfolgt ebenfalls am Samstag - jedoch lediglich mit sechs von elf Bahnen und nur für das Wochenende. Ab dem 17. Dezember sind die Pisten im Val d'Anniviers dann durchgehend geöffnet.

Jubilieren kann auch das Obergoms. Da es seit Dienstag kräftig schneit, liegen bereits 30 Zentimeter Neuschnee im Oberwalliser Tal. Das Loipenteam arbeite auf Hochtouren an den Pisten, teilte Loipe Goms am Mittwoch mit. Einige Langlauf- und Skaterpisten sind denn auch schon geöffnet.

Das Wallis hat grosse Neuschneemengen zu verzeichnen. Die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) meldete in hohen Lagen des nördlichen Unterwallis 50 bis 70 Zentimeter Schnee, am Alpennordhang und im westlichen Unterwallis verbreitet 30 bis 50 Zentimeter.

Jojo spielen mit der Schneefallgrenze

Schweizweit pendelt die Schneefallgrenze zwischen 800 bis 1500 Metern über Meer hin und her, wie Jacques Ambühl von MeteoSchweiz auf Anfrage erklärte. Verantwortlich dafür ist mildere Atlantikluft, die mit atlantischer Polarluft Jojo spielt.

«Die Lage hat sich total entschärft», sagte Ambühl. Ausserdem sehe er derzeit kaum Gefahr für eine Föhnphase. Die nordwestliche Strömung, die feuchte Luft über die Schweiz fegt, sollte noch etwas anhalten.

Die WSL warnt denn auch vor Lawinengefahr. Vor allem frische Triebschneeansammlungen müssten vorsichtig beurteilt werden. Insbesondere in Schattenhängen oberhalb von rund 2300 Metern könnten Einzelpersonen Lawinen auslösen.

sda/rem