Der grosse Wahlsonntag auf einen Blick

Der grosse Wahlsonntag ist bereits wieder Geschichte. Wer ein Resultat verpasst hat, findet hier einen Überblick über alle nationalen, kantonalen und kommunalen Vorlagen und Wahlresultate aus der Zentralschweiz.

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Die grosse Auszählung der Urner Wahlen. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Die grosse Auszählung der Urner Wahlen. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)


Nationale Vorlagen:


Die Schweizer wollen den Bau von Zweitwohnungen einschränken. Volk und Stände haben Franz Webers Zweitwohnungsinitiative äusserst knapp angenommen. 50,63 Prozent der Stimmberechtigten und eine Mehrheit der Stände hiessen die Vorlage gut.

Für Spareinlagen, die dem Kauf von Häusern oder Wohnungen dienen, dürfen die Kantone keine Steuererleichterungen gewähren. Die umstrittene Bauspar-Initiative, die sich am Modell des Kantons Basel-Landschaft orientierte, ist gescheitert.

Die Schweizerinnen und Schweizer gönnen sich nicht mehr Ferien. Sie haben die Volksinitiative für sechs Wochen Ferien überaus deutlich abgelehnt: 66,5 Prozent der Stimmenden sagten Nein, in keinem einzigen Kanton resultierte ein Ja.

Die Buchpreisbindung wird definitiv abgeschafft. Sämtliche Deutschschweizer Kantone und das Tessin lehnten das Gesetz ab, während die Westschweiz unisono für ein Ja plädierte.

Die Schweiz erhält eine klarere Verfassungsgrundlage für Spielbanken, Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag den neuen Geldspiel-Artikel mit einem hohen Ja-Anteil von 87.04 Prozent gutgeheissen. Alle Stände sagten Ja.

 Kanton Luzern: 


Im Kanton Luzern wird die Pauschalbesteuerung zwar nicht abgeschafft, es werden aber nur noch wenige begüterte Ausländer von ihr profitieren können. Die Stimmberechtigten haben sich mit 52,05 Prozent für höhere Hürden ausgesprochen.

Die Stadt Luzern (77'000 Einwohner) wird vorderhand mit keiner weiteren Gemeinde fusionieren. Als letzte Kandidatin hat die Vorortsgemeinde Emmen(28'000 Einwohner) die Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit der Stadt verweigert.

Die Kastanienbaumstrasse in Horwkann nicht saniert werden. Das Stimmvolk hat die Vorlage relativ deutlich abgelehnt. Dafür wurde die Sanierung des Gemeindehauses angenommen.

Gleich drei Luzerner Gemeinden stimmten einem Zusammenschluss per 1. Januar 2013 zu. Beromünster und Neudorf, Ohmstal und Schötz sowie Pfeffikon und Rickenbach werden fusionieren.

Die Stimmbürger der Gemeinde Eschenbachsagen Ja zur Änderung des Siedlungsentwässerungsreglements. Mit fast 90 Prozent Ja-Stimmen war das Resultat eindeutig.

In Hochdorfwird der Steuerfuss auf 1,9 Einheiten festgesetzt. Das Resultat der Abstimmung fiel sehr deutlich aus.

Kanton Zug


Schülerinnen und Schüler im Kanton Zug sollen wieder ab der 2. Klasse Noten erhalten. Die Stimmberechtigten haben eine entsprechende Gesetzesinitiative mit 51,75 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 47,3 Prozent.

Die Stadt Zug und die Gemeinde Baarsagen Ja zum Kauf von insgesamt 80 Pflegebetten im Neubau Pflegezentrum Baar II. Zudem sprechen sich die Stadtzuger für die temporären Ergänzungsbautenin vier Schulanlagen aus.

Kanton Nidwalden


Beckenriedund Stansstadhaben die Ausarbeitung einer neuen Gemeindeordnung angenommen. Buochs dagegen lehnte eine weiterführende Lärmschutzwand wuchtig ab.

Kanton Obwalden


Die Obwaldner Stimmbevölkerung hat dem Kredit über 40,4 Millionen Franken für den neuen Bettentrakt des Kantonsspitals in Sarnen mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.

Bei den Gemeinderatswahlen in Alpnach, Giswil, Sachselnund Sarnenerhielten zwei Mal die Kandidaten der CSP und der CVP die meisten Stimmen. In Sachseln muss in einem zweiten Wahlgang noch ein Sitz besetzt werden.

Kanton Schwyz


Die Regierung des Kantons Schwyz setzt sich nur noch aus Vertretern der bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP zusammen. Die SP verliert nach 68 Jahren ihren einzigen Sitz.

Die SVP des Kantons Schwyz fällt im Kantonsrat von 41 auf 35 Sitze zurück. Freude herrscht dagegen bei den Grünen, die ihren Einzug ins Parlament feiern.

Die Stimmbevölkerung im Bezirk Schwyz hat am Sonntag die Investitionsbeiträge für die Stoosbahnen und die Seilbahn Rickenbach-Rotflug angenommen. Damit fliessen insgesamt 7,5 Millionen an die Bahnbetreiber.

Nicht weniger als sieben Gemeinden stimmten am Sonntag im Kanton Schwyz neben den Kantons- und Regierungsratswahlen auch über kommunale Vorlagen ab. Hier finden Sie einen Überblick.

Kanton Uri


Bei den Regierungsratswahlen im Kanton Uri schaffen alle angetretenen Bisherigen die Wiederwahl. Zudem erreichte Beat Jörg (CVP) das absolute Mehr. Alle anderen Kandidaten müssen in den zweiten Wahlgang.

Die CVP bleibt die stärkste Fraktion im Urner Landrat. Die SVP verliert drei Sitze, die FDP kann zwei Sitze zulegen. In Andermatt kommt es zu einem zweiten Wahlgang.

Im Kanton Uri fanden am Sonntag auch zwei kommunale Abstimmungen statt: Schattdorfhat sich für den Bau einer Tiefgarage im Dorfkern ausgesprochen. In Silenenwird die Trockenmauer am Riedweg saniert.

bep