Deutlicher Rückgang der Hotelübernachtungen

Die Übernachtungen in der Zentralschweizer Hotellerie sind im August gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf insgesamt noch 401'000 Übernachtungen gesunken. Der starke Franken dürfte für den Rückgang insbesondere bei den ausländischen Gästen verantwortlich sein.

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Touristen füttern auf dem Pilatus Vögel. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Touristen füttern auf dem Pilatus Vögel. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Region Luzern / Vierwaldstättersee verzeichnete im Monat August einen Rückgang von rund 21'000 Übernachtungen auf noch 401'000 Übernachtungen. Im Vorjahr waren es im August noch 422'000 Übernachtungen, 2009

Rückgang bei ausländischen Gästen

Im schweizerischen Schnitt sanken die Übernachtungen um 6,3 Prozent auf noch 3,9 Millionen Übernachtungen. Einen starken Rückgang gab es im August bei den europäischen Besuchern (-12 Prozent). Deutschland verbuchte mit einem Minus von 94'000 Logiernächten (-13 Prozent) die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Es folgten die Niederlande (-31'000 Logiernächte/-22 Prozent), Italien (-24'000/-14 Prozent) und Grossbritannien (-22'000/-11 Prozent).

Bei den Gästen aus den Vereinigten Staaten resultierte ein Rückgang von 17'000 Übernachtungen (-11 Prozent). Die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent erhöhte sich hingegen um 11'000 Logiernächte (+3,3 Prozent). China (ohne Hongkong) legte um 34'000 Logiernächte (+65 Prozent) zu und wies damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Japan verzeichnete eine Abnahme um 6800 Logiernächte (-7,7 Prozent).

Nur Fribourg mit Zuwachs

Unter den Tourismusregionen erlitt Graubünden im August mit einem Minus von 49'000 Logiernächten (-7,3 Prozent) den deutlichsten absoluten Rückgang. Im Tessin gingen die Logiernächte um 48'000 (-13 Prozent) zurück und das Wallis erlitt ein Minus von 34'000 Einheiten (-6,8 Prozent). Es folgen die Ostschweiz (-25'000 Logiernächte/-10 Prozent), das Berner Oberland (-24'000/-4,9 Prozent), das Genferseegebiet (-22'000/ -7,8 Prozent). Lediglich die Region Freiburg konnte im August einen Zuwachs verzeichnen. Die Logiernächte nahmen hier um 2100 oder 4,4 Prozent zu.

In den ersten acht Monaten sanken die Hotelübernachtungen in der Schweiz um 1,7 Prozent auf 25,4 Millionen. Die ausländische Nachfrage belief sich auf 14,5 Mio. Logiernächte, was einem Rückgang von 2,8 Prozent entspricht. Die Nachfrage der Schweizer Touristen verharrte mit 10,9 Mio. Logiernächten (-0,2 Prozent) praktisch auf Vorjahresniveau.

sda/rem