Dick Marty legt Untersuchungsbericht vor

Die Aufarbeitung des Schwyzer Justizstreits kommt möglicherweise einen Schritt voran. Der Tessiner alt Ständerat Dick Marty hat am Dienstag dem Regierungsrat seinen Untersuchungsbericht vorgelegt.

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In aller Heimlichkeit erwischt: Durch den Hintereingang des Regierungsgebäudes bringt Dick Marty die Untersuchungsakten der Schwyzer Regierung. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

In aller Heimlichkeit erwischt: Durch den Hintereingang des Regierungsgebäudes bringt Dick Marty die Untersuchungsakten der Schwyzer Regierung. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Marty war im September 2011 von der Kantonsregierung damit beauftragt worden, die Organisation, die Abläufe und den Betrieb der Staatsanwaltschaft zu überprüfen. Im 2012 wurde das Mandat von Marty dahingehend erweitert, dass er auch die Organisation und die Abläufe innerhalb der Exekutive unter die Lupe nimmt.

Am Dienstag erstattete Marty dem Regierungsrat Bericht, wie die Staatskanzlei mitteilte. Über den Inhalt wurde nichts bekannt gegeben. Der Regierungsrat werde den Bericht studieren und die weiteren Schritte und Massnahmen festlegen, heisst es in der Mitteilung.

Auch der Kantonsrat wird einen Bericht zur Justizaffäre erarbeiten. Er hatte im März die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) beschlossen, dies weil der Marty- Bericht nicht alle Fragen werde beantworten können.

In der Schwyzer Justiz sorgen Querelen, persönliche Animositäten und unklare Kompetenzen seit Jahren für Verwirrung. Ende 2011 wurde einer der Beteiligten, Staatsanwalt Georg Boller, frühpensioniert. Im März trat Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler zurück. Ihm drohte die Abwahl durch das Parlament.

sda