Die besten Bilder unseres Fotografen Pius Amrein
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Die besten Bilder unseres Fotografen Pius Amrein

Ob aus der Luft oder am Boden – Fotograf Pius Amrein weiss, wie spektakuläre Aufnahmen gelingen.

Pius Amrein
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Alarm, Alarm!

Es ist Donnerstag, 25. März 2019. Die Sonne scheint, es ist heiss und der Himmel ist blau. Ein Blick aus dem Küchenfenster lässt aber dunkle Wolken erahnen, welche sich beim genaueren Hinsehen als dichte Rauchschwaden entpuppen. Obwohl es mein arbeitsfreier Tag ist, lässt mich einerseits meine natürliche, anderseits auch meine journalistische Neugier den Griff zur Kamera und zum Autoschlüssel tätigen.

Fotograf Pius Amrein,

Fotograf Pius Amrein, 

Je näher die Rauchsäule kommt, desto mehr scheint sich meine Vermutung zu bestätigen – zumal nur ein Tag zuvor ähnliches in der Region geschehen ist: Im Mauenseer Ortsteil Kaltbach steht auf einer Fläche von rund sechs Hektaren ein Getreidefeld in Vollbrand. Erst der Blick vom angrenzenden Santenberg lässt die Macht des Feuers erahnen, welches sich in rasender Geschwindigkeit Halm um Halm einverleibt und verbrannte Erde hinter sich zurücklässt.

Pius Amrein

Das schwimmende Flugzeug

Es ist Freitag der 8. März 2019, frühmorgens um 7 Uhr in Alpnachstad. Der Himmel ist verhangen, es ist kühl und nass. Von hier aus nimmt nach 16 Jahren Dienstzeit die ausgemusterte Rega-Maschine mit dem Namen «Romeo Alpha» des Typs Challenger 604 ihre letzte Reise in Angriff.

Im mystisch anmutenden Licht der Morgendämmerung beim Städerried erscheint der Anblick des Flugzeugs am Hacken eines Autokrans surreal. Bald zeigt sich: Für alle Beteiligten – so auch für mich – wird dies keine schnelle Sache. Zentimeter um Zentimeter bewegt sich die Maschine durch den Kran näher zum Ponton, mit dem die Reise im Anschluss über den Vierwaldstättersee weiter zur Verkehrshaus führen wird.

Pius Amrein

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Dort nimmt die letzte Reise des Rega-Jets gegen 12 Uhr Mittag ihr Ende – eine Reise zu Lande, zu Wasser und – am Kran zwar nur noch wenige Meter – in der Luft.

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Auf den Hund gekommen

Ein Bauernhof in Rain, weitab der Strasse, eine eingezäunte Wiese, parkierte Autos mit offenem Kofferraum und Hundegebell. Lediglich das Starten des einen oder anderen Kampfjets vom Militärflugplatz Emmen weit im Hintergrund durchschneidet an diesem Freitagnachmittag die Stille der ländlichen Idylle. Am Wochenende vom 18. bis 20. Oktober dieses Jahres haben sich in Rain 50 Hütehunde und ihre Halter an den Schweizer Meisterschaften gemessen.

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Herzstück des Wettbewerbs: eine Gruppe von fünf Schafen durch den Parcours zu manövrieren. Die Zeit dafür ist auf 15 Minuten beschränkt – und die Schafe müssen dabei möglichst ungestresst bleiben. Ungestresst ist daher ein gutes Stichwort. Über zehn Jahre für die Luzerner Zeitung als Fotograf unterwegs, stellte sich für mich vor Ort die etwas verzweifelte Frage: Was um Himmels Willen tun die da und wie stelle ich es an, ein halbwegs vernünftiges Foto dieses Wettbewerbs für die Berichterstattung mit nach Hause zu bringen?

Erst ein Crashkurs des anwesenden OK-Präsidenten der Meisterschaft, Marco Rella, verschaffte mir einen Überblick der oben bereits beschriebenen Wettbewerbsaufgaben. Auf Grund des hohen Termindrucks, dem wir Fotografen oft ausgesetzt sind, zeigt sich: Manchmal etwas mehr Zeit zu nehmen lohnt sich. So auch für mein kleines persönliches Highlight im 2019 von dem ich schliesslich doch noch genügend spannende Bilder machen konnte – ganz ungestresst.

Pius Amrein

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