Die Fasnacht erobert Einsiedeln

Um 14 Uhr stehen sie auf dem Parkplatz Adlermättli beim Kloster in Einsiedeln in Reih und Glied bereit: die rund 1200 Mitwirkenden des grossen Fasnachtsumzuges in Einsiedeln.

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Zwei Clowns am Güdelmontag vor der Klosterkirche in Einsiedeln. (Bild: Andreas Oppliger/Neue SZ)

Zwei Clowns am Güdelmontag vor der Klosterkirche in Einsiedeln. (Bild: Andreas Oppliger/Neue SZ)

Auf den zahlreichen Umzugswagen werden die Musikanlagen bereits fleissig getestet, die einzelnen Formationen rücken sich gegenseitig noch die Kostüme zurecht. Es herrscht fleissiges Treiben – für Aussenstehende ein chaotisches Bild.

Doch der Eindruck täuscht. Stefan Fässler, Präsident des Organisationskomitees, und seine zahlreichen Helfer von der Einsiedler Bürgerwehr haben die einzelnen Umzugsgruppen sortiert und analog den Startnummern eingereiht. Punkt 14 Uhr lassen sie die erste Gruppe starten. Kurz darauf drängt sich eine nach der anderen der insgesamt 59 Gruppen die Schmiedenstrasse hinab, die Hauptstrasse hoch zurück Richtung Klosterplatz und von dort die Schwanenstrasse hinunter. «Schätzungsweise 10 000 Personen schauen sich den Umzug an», sagt Fässler.

Bild: Andreas Oppliger/Neue SZ
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Viele Einsiedler Sujets

Mit den 59 teilnehmenden Gruppen ist der Einsiedler Umzug einer der grössten im Kanton Schwyz. Er wird alternierend von der Bürgerwehr Einsiedeln und der Fasnachtsgesellschaft Goldmäuder organisiert. «Mindestens zwei Drittel der Teilnehmer stammen aus der Region Einsiedeln», erklärt Fässler. Das zeigt sich auch bei den Sujets der Gruppen, von denen viele Einsiedler Themen auf die Schippe nehmen. So musste beispielsweise das Provisorium des Sicherheitstützpunktes in Biberbrugg gleich zwei Mal als Motiv herhalten. Das Einsiedler Dreamteam offenbarte Abt Werlen und seinen Brüdern vom Kloster Einsiedeln eine neue Einnahmequelle: als Wellness-Tempel. Und die Goldmäuder zogen als unfreundliches Einsiedler Bauamt durch die Strassen.

Andreas Oppliger / Neue SZ