Die Fasnächtler feiern vier verrückte Tage

Ein Highlight jagt das nächste: Am Samstag ging die erste Chalbernacht mit internationalen Gästen und viel Action über die Bühne.

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Die Rigi-Lüüt sind gern gesehene Gäste am Küssnchter Umzug. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Die Rigi-Lüüt sind gern gesehene Gäste am Küssnchter Umzug. (Bild: Erhard Gick / Neue SZ)

Ein Nach einem Dornröschenschlaf lebt die Küssnachter Fasnacht wieder auf. Dafür sorgt der Vorstand der Fasnachtsgesellschaft (FG) Chalberschwanz, der sich vor zwei Jahren neu gebildet hat. Auf den Schmutzigen Donnerstag folgte am Freitag die Oldies-Nacht, am Samstag die Chalbernacht und gestern der grosse Umzug. «Das sind unsere vier verrückten Tage», sagt Rainer Lüthold, Präsident der FG Chalberschwanz. Genauso wie alle anderen angefressenen Fasnächtler ist er glücklich, dass während der «schönsten Tage des Jahres» nun auch in Küssnacht wieder mehr geboten wird.

45 Jahre Blächchutzeler

Einer der Höhepunkte war die erste Chalbernacht, die am Samstagabend ein riesiges Publikum ins Monséjour lockte. Mitorganisiert wurde dieser Anlass von der Guuggenmusig Blächchutzeler, die zugleich ihren 45. Geburtstag feiern durfte. Gar zwei Fasnachtsgruppen aus Deutschland gehörten zu den geladenen Gästen, nämlich die Karnevalsgesellschaft Bad Breisig aus dem Rheinland und die Schlosshexen aus Donaueschingen. Weiter sorgten verschiedene Tanzformationen und Guuggen von nah und fern für eine ausgelassene Stimmung.

Viele Gesichter

«Wir wollten nicht nur ein Guuggentreffen veranstalten», erklärt Lüthold. «Die Fasnacht hat viele verschiedene Gesichter. Sie sollen alle Platz haben, das liegt uns am Herzen.» Gegen Mitternacht trafen alle Kakofoniker im Monséjour ein. Die Mitglieder der Dorfvereine, die die verschiedenen Bars betrieben, hatten alle Hände voll zu tun.

Chalberschwanz-Chef Lüthold zeigte sich sehr zufrieden mit der ersten Ausgabe der Chalbernacht. «Dieser Anlass soll zur Tradition werden. Es ist natürlich schön, wenn wir beim ersten Mal schon einen so grossen Erfolg verbuchen können», freut er sich.

Daniela Bellandi