Die Reichsten sind Ausländer

In den Top 300 der Reichsten im Land trotzt man der Krise. Jeder zehnte Milliardär der Welt wohnt inzwischen in der Schweiz. Jeder fünfte der Top 300 lebt in der Zentralschweiz.

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Der in Zug wohnhafte russische Milliardär Viktor Vekselberg ist der reichste Zentralschweizer. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Der in Zug wohnhafte russische Milliardär Viktor Vekselberg ist der reichste Zentralschweizer. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

512 Milliarden Franken. So hoch ist das Vermögen der 300 Reichsten in der Schweiz. Trotz Wirtschaftskrise in Europa und schwächelnder Weltkonjunktur sind sie zum dritten Jahr in Folge noch reicher geworden. Um 31,1 Milliarden oder 6,5 Prozent haben die Vermögen zugelegt. Das zeigt die jährliche Liste des Wirtschaftsmagazins «Bilanz». Den ersten Platz belegt ein alter Bekannter, zu dessen Vermögen viele Schweizer beigetragen haben. Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad mit Wohnsitz im Kanton Waadt hält mit einem Vermögen von geschätzten 38 bis 39 Milliarden Franken die Spitze. Von den Top 300 ist beinahe jeder zweite aus dem Ausland zugezogen, und die Deutschen stellen einen Fünftel aller Reichsten.

60 der 300 Reichsten in der Schweiz wohnen offiziell in der Zentralschweiz. Davon 19 im Kanton Zug, 18 im Kanton Schwyz, 14 in Luzern. Weitere verteilen sich auf die Kantone Nid- und Obwalden. Nicht auf der «Bilanz»-Liste vertreten ist der Kanton Uri. Vielleicht zieht ja der ägyptische Investor Samih Sawiris dereinst nach Andermatt. Mit seinem geschätzten Vermögen von 525 Millionen Dollar würde er es locker in die Top 300 der Schweiz schaffen. Der Reichste in der Zentralschweiz ist der russische Investor Viktor Vekselberg mit einem Vermögen von 14 bis 15 Milliarden Franken.

Lukas Scharpf

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