Die Sternwarte Hubelmatt übergibt ihr Markenzeichen in neue Hände

Das Heyde-Fernrohr findet ein neues Plätzchen in Ebikon. Mit der Übergabe des Fernrohrs schliesst sich ein Kreis.

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(rai/rem) Nach über 60 Jahren wechselt das Heyde-Fernrohr der Sternwarte Hubelmatt seinen Besitzer, wie die Astronomische Gesellschaft Luzern (AGL) mitteilt. Das Fernrohr sei nach so langer Zeit zum Markenzeichen der Sternwarte geworden. Dies mache es umso erfreulicher, dass es in der Region Luzern bleibe, genauer im Garten der Familie Roth in Ebikon.

Das Heyde-Linsenfernrohr in der Sternwarte Hubelmatt

Das Heyde-Linsenfernrohr in der Sternwarte Hubelmatt

Bild: PD

Käufer des Heyde-Fernrohrs ist Michel Roth, Mitglied der AGL, und dessen Vater, wie es einer entsprechenden Mitteilung heisst. Durch den Kauf würde sich ausserdem ein Kreis schliessen. Denn Michel Roth ist Enkel von Ernst A. Roth, der sich bereits 1956 mit dem Heyden-Fernrohr auseinandersetzte. Auf einer alten Fotografie ist Ernst A. Roth zu sehen, der in der alten Sternwarte – dem heutigen Kleinplanetarium – umgeben von einer Schar angehender Lehrerinnen, durch das Heyde-Fernrohr schaut:

Bild: PD

Das Heyde-Fernrohr, das 1914 von Gustav Heyde in Dresden gebaut wird, wurde aber nicht ersatzlos demontiert. An seiner Stelle steht nun ein Linsenfernrohr mit rund dreimal grösserem Lichtsammelvermögen:

Bild: PD

Das neue Fernrohr hat laut Beat Bühlmann von der Astronomischen Gesellschaft Luzern noch weitere Vorteile: «Das Fernrohr kann via App gesteuert werden und ein gesuchtes Objekt am Nachthimmel wird per Knopfdruck innert wenigen Sekunden eingestellt.»

Hinweis: Die Sternwarte Hubelmatt ist jeden Dienstag ab 20 Uhr für alle offen. Eintritt frei. Im Juni finden im Planetarium im Verkehrshaus astronomische Konzerte statt. Mehr Infos und Tickets unter www.verkehrshaus.ch/besuchen/planetarium/musik-und-kultur/

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