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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum elektronischen Patientendossier und zum Patientenportal «Mein Luks»

Schweizweit führt der Bund ab April 2020 das elektronische Patientendossier (EPD) ein. Parallel dazu erarbeitet das Luzerner Kantonsspital (Luks) das Patientenportal «Mein Luks». Lesen Sie hier, was man darüber wissen muss.
Evelyne Fischer
Eine Pflegerin am Universitätsspital Bern. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Eine Pflegerin am Universitätsspital Bern. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Worin unterscheiden sich das Patientenportal «Mein Luks» und das elektronische Patientendossier?

Auf dem Portal «Mein Luks» ist die lokale Krankengeschichte der Patienten des Luks mit seinen Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen abgelegt. Dank Zusatzfunktionen kann der Patient aktiv in die Behandlung miteinbezogen werden. Auf dem elektronischen Patientendossier des Bundes sind ab April 2020 behandlungsrelevante Dokumente aller Schweizer Akutspitäler, psychiatrischen Kliniken sowie Reha-Kliniken abgelegt. Pflegeheime und Geburtshäuser sollen bis April 2022 ebenfalls mitmachen. Das E-Dossier hat zwei Tücken: Für Hausärzte ist eine Teilnahme freiwillig. «Es fehlt so ein wichtiger Player in der Behandlungskette», sagt Stefan Hunziker, Leiter Informatik am Luks. «Aufgrund dieser Lücke dürfte das Interesse daran anfänglich nicht allzu gross sein.» Die zweite Schwäche: Was als behandlungsrelevant eingestuft wird, liegt im Ermessen der behandelnden Gesundheitsfachperson und kann variieren.

Ist das E-Patientendossier oder das Patientenportal Pflicht?

Beide Instrumente sind freiwillig. Wer sich dafür interessiert, muss sich beim Luks respektive beim E-Dossier-Anbieter der Zentralschweiz registrieren. Die Wahl auf den Anbieter ist noch nicht gefallen. Wer sich beruflich und privat in der Region bewegt und Zusatzfunktionen wünscht, dürfte sich für «Mein Luks» entscheiden. Ein Aussendienstmitarbeiter, der viel unterwegs ist, profitiert wohl mehr vom E-Dossier.

Wer hat Zugriff auf die Daten?

«Der Patient ist der Herr über die Daten», sagt Hunziker. Dieser bestimmt bei «Mein Luks» und beim E-Dossier, welche Fachperson welche Dokumente lesen kann. In beiden Fällen haben Behörden oder Krankenkassen keinen Zugriff. Bei «Mein Luks» kann ein Patient Vertrauenspersonen, etwa aus der Familie, mit einer Berechtigung versehen.

Wie sicher sind meine Daten?

«Eine 100-prozentige Sicherheit wird es nie geben», sagt Hunziker. Das Spital passt die Sicherheitsvorkehrungen fürs Klinikinformationssystem und das Patientenportal laufend an. Will ein Angreifer ins Netzwerk eindringen, löst dies einen Alarm aus. Aufgrund des Schalenprinzips müsste ein Hacker mehrere Schalen durchbrechen, um an die Daten zu kommen. Das E-Dossier untersteht ebenfalls dem Datenschutzgesetz und dem Bundesgesetz zum EPD. Jeder Anbieter wird zertifiziert und kontrolliert.

Wer finanziert die Portale?

«Mein Luks» ist für Patienten kostenlos. Das Portal ist Teil der 66-Millionen-Franken-Investition ins neue Klinikinformationssystem. Beim E-Patientendossier entscheidet jeder Anbieter selber, ob er eine Gebühr verlangt. Gemäss Stefan Hunziker dürfte sich diese je nach Anbieter von gratis bis zu einer Summe im «zweistelligen Bereich» bewegen.

Hinweis: Infos unter www.luks.ch/lukis und www.patientendossier.ch.

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