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Kanton Schwyz: Drei sichere Nationalratssitze – SP will den letzten

Zweimal SVP, einmal FDP und CVP: So sieht die Schwyzer Vertretung im Nationalrat aus. Vielleicht schafft es nun die SP zurück nach Bern.
Matthias Stadler

Die Frage im Schwyzer Wahlkampf lautet: Schafft es die SP zurück in den Nationalrat? Vier Sitze gibt es zu verteilen. Momentan hält die SVP deren zwei, die FDP und CVP je einen. Vor vier Jahren erlitten die Genossen eine krachende Niederlage, als der damalige SP-Fraktionschef im Bundeshaus, Andy Tschümperlin, nach nur acht Jahren als Nationalrat abgewählt wurde. Generell ist Schwyz ein hartes Pflaster für die Linke. 2012 flog sie beispielsweise aus dem siebenköpfigen Regierungsrat. Sie schaffte es nicht, den Sitz ihres zurücktretenden Regierungsrats Armin Hüppin zu verteidigen und musste ihr einziges Mandat in der Exekutive nach 68 Jahren abgeben. An diesen Verhältnissen hat sich bis heute nichts geändert. Wahrscheinlich ist, dass die Schwyzer Genossen auch am 20. Oktober nicht viel zu lachen haben.

Trotzdem stirbt die Hoffnung für Links-Grün zuletzt. Die Klimadebatte beschäftigt den Kanton zwar nicht so stark wie andere, und doch könnte deswegen auch hier eine Mobilisierung stattfinden. Ausserdem brachte ausgerechnet die Juso vor anderthalb Jahren eine kantonale Initiative durch. Sie verlangte mehr Transparenz bei der Parteienfinanzierung. Selbst Politbeobachter waren überrascht, dass die Juso im durch und durch bürgerlichen Kanton eine Mehrheit fand.

Antreten zu den Nationalratswahlen werden 84 Kandidaten und damit so viele wie noch nie. Kronfavoriten sind die Bisherigen Alois Gmür (CVP, Einsiedeln), Petra Gössi (FDP, Küssnacht), Marcel Dettling (SVP, Oberiberg) und Pirmin Schwander (SVP, Lachen), der auch für den Ständerat antritt. Die Sitze von Gmür, Gössi und Dettling sind – grosse Überraschungen ausgenommen – unumstritten. Sollte Schwander in den Ständerat gewählt werden und die SVP den zweiten Sitz im Nationalrat verteidigen können, würde wohl der Schwyzer Gemeindepräsident und Kantonsrat Xaver Schuler den Sprung in die Grosse Kammer schaffen. Er trat vor vier Jahren bereits an und verpasste die Wahl nur äusserst knapp, Marcel Dettling wurde stattdessen gewählt.

Die Frage stellt sich allerdings, ob die SVP den Sitz zu halten vermag. Es ist wohl das einzige der vier Nationalratsmandate, das noch nicht gesichert ist. Sollte der SP die Revanche gelingen und sie der SVP den Sitz wieder abluchsen können, wäre wohl Karin Schwiter (41) diejenige, die das Mandat übernehmen könnte. Die Lachnerin war 14 Jahre lang Kantonsrätin und dabei auch einmal Kantonsratspräsidentin. Das zweite SP-Schwergewicht ist Parteipräsident Andreas Marty (54). Er steht der Kantonalpartei seit 2015 vor und ist Präsident des kantonalen Mietverbands. Damit die SP einen Sitz gewinnen kann, gilt aber trotzdem: Es muss alles für sie laufen, sonst reicht es nicht. Aber unmöglich ist es auch in Schwyz nicht, wie das Ja zur Juso-Initiative gezeigt hat.

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