Dreifache Mutter dealte mit Heroin –
zu 32 Monaten Gefängnis verurteilt

Innert drei Jahren hat eine 44-jährige Frau in der Region Luzern Heroingemisch verkauft. Sie hat mit dem Drogenhandel über 30'000 Franken Gewinn erzielt.

Roger Rüegger
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Das Luzerner Kriminalgericht hat eine 44-jährige Frau zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren, 8 Monaten und 10 Tagen sowie einer Busse von 850 Franken verurteilt. Die dreifache Mutter hat in Luzern innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren 1,5 Kilogramm Heroingemisch verkauft, was 234 Gramm reinem Heroin entspricht. Sie setzte dabei 78'680 Franken um. Der Gewinn betrug 32'000 Franken.

Aufgrund des Verdachts, dass an ihrem damaligen Wohnort in der Agglomeration Luzern Heroin verkauft wird, überwachte die Luzerner Polizei am 20. März 2018 die Wohnung der Beschuldigten. Dabei wurde ein Mann, der sich in die Wohnung begab und kurze Zeit später wieder herauskam, kontrolliert. Er trug 0,5 Gramm Heroin auf sich.

Eigenen Drogenkonsum mit Dealen finanziert

In der Folge belastete er die Frau, ihm seit rund einem Jahr Heroin verkauft zu haben. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung in der Wohnung der Beschuldigten konnten Bargeld, Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien sichergestellt werden. Die Beschuldigte bestätigte, seit Winter 2017 Heroin zu verkaufen, um ihren Drogenkonsum und den Konsum ihres Ehemannes finanzieren zu können.

Bei der Verhandlung am 28. Mai beantragte der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren und eine Busse von 600 Franken. Die Verteidigung forderte eine Strafe von 20 Monaten, wovon deren 6 abzusitzen seien und 14 bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren.

Das Urteil des Kriminalgerichts für mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilweise begangen als schwerer Fall, war somit milder als die geforderte Strafe der Anklage. Von der Freiheitsstrafe muss die Beschuldigte 12 Monate unbedingt absitzen, für die restlichen 20 Monate und 10 Tage wird ihr bei einer Probezeit von 3 Jahren der bedingte Vollzug gewährt. Gegen dieses Urteil wurde Berufung eingelegt.